Mutante auf dem Vormarsch

„Tödlicher“: Lauterbach schlägt wegen neuer Delta-Daten Alarm - auch Kinder könnte es hart treffen

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, nimmt der Pressekonferenz zur aktuellen Coronalage und dem weiteren Vorgehen bei den Impfungen teil.
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Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, nimmt der Pressekonferenz zur aktuellen Coronalage und dem weiteren Vorgehen bei den Impfungen teil. (Archiv)

Neue Forschungsdaten zur Corona-Mutante Delta lösen bei Karl Lauterbach einen sorgenvollen Blick auf den Herbst aus. Er warnt besonders vor Infektionen bei Kindern.

Berlin - Die Delta-Variante des Coronavirus* breitet sich weiter aus. Auch in Italien ist sie auf dem Vormarsch. Neue Forschungsdaten zur Corona-Mutante sorgen nun auch bei SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach* für sorgenvolle Gedanken.

Lauterbach wegen Delta-Mutante des Coronavirus besorgt

Die Delta-Variante des Coronavirus* hält Lauterbach auch nach dem Blick auf die neuen Daten* für deutlich gefährlicher als die bisherigen Varianten des Virus. „Von allem, was wir bisher wissen, müssen wir davon ausgehen, dass die Delta-Variante sowohl ansteckender als auch tödlicher ist“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Das würden nun neue Auswertungen aus Kanada zeigen. Und auch Daten aus England hätten die Hoffnung, dass Delta zwar ansteckender aber nicht tödlicher sei, nicht bestätigen können. Der Epidemiologe zeigte sich daher „sehr sorgenvoll für den Herbst“.

Delta breitet sich aus: Auch Kinder könnte es hart treffen

Lauterbach sagte, die Delta-Variante könne auch für jüngere Menschen und Kinder schwere gesundheitliche Folgen haben. „Obwohl wir dort keine oder nur sehr wenige Todesfälle erwarten müssen, wird es viele auch schwere Verläufe geben, deren Endergebnis Long Covid auch für Kinder sein kann“, sagte Lauterbach. Patienten mit Long Covid haben auch nach einer Infektion anhaltende Symptome.*

Auf neue Datensätze zur Delta-Mutante hatte am Mittwoch auch die WHO hingewiesen. Die Weltgesundheitsorganisation sprach von einer 137 Prozent höheren Sterblichkeitsrate bei der Delta-Mutante.

Noch vor Wochen waren Experten gespalten, ob die neue Variante tatsächlich tödlicher ist. Bezug nehmend allerdings auf ältere Daten. (rjs/dpa) *Merkur.de und 24vita.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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