Neue Erkenntnisse in mysteriösem Mordfall

Lüneburger Morde: War der Gärtner ein Serienmörder?

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Ein Bild der Spurensuche nach den Morden bei Göhrde aus dem Jahr 1989.

Die Lüneburger Polizei deckt auf, dass immer mehr Morde mit dem mutmaßlichen Täter in Verbindung stehen. Der Fall dauert schon fast 30 Jahre lang an.

Lüneburg - Der verstorbene Gärtner, den die Polizei in Niedersachsen mit dem gewaltsamen Tod von mindestens fünf Menschen in Verbindung bringt, könnte ein Serienmörder sein. „Aufgrund des bisherigen Ermittlungsstandes müssen wir von der Möglichkeit einer Vielzahl von Taten in Deutschland und vielleicht auch darüber hinaus ausgehen“, sagte Lüneburgs Polizeipräsident Robert Kruse am Freitag. „Wir müssen daher sicherstellen, dass alle in Frage kommenden Dienststellen eine gründliche Prüfung ihrer Altfälle vornehmen können.“ Eine entsprechende Clearingstelle wurde bereits in Lüneburg eingerichtet.

Birgit Meier wurde vermutlich erschossen

Eine neue Erkenntnis bei den Ermittlungen in dem Fall gibt es in Bezug auf Birgit Meier, die im Jahr 1989 spurlos verschwand. Erst 28 Jahre später wurde ihre Leiche am Stadtrand von Lüneburg entdeckt. Jetzt steht fest: Birgit Meier wurde vermutlich erschossen. Das geht aus dem Obduktionsgutachten hervor, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Lüneburg mitteilten. Zweifelsfrei ist die Todesursache aber nicht mehr festzustellen.

Angehörige hatten die sterblichen Überreste der Frau Ende September vergangenen Jahres auf dem Grundstück eines lange verdächtigten Bekannten in einem Randbezirk von Lüneburg bei Adendorf entdeckt. Der Friedhofsgärtner beging 1993 im Gefängnis mit 40 Jahren Suizid, als er wegen anderer Vorwürfe einsaß. Der Mann könnte zahlreiche weitere Morde begangen haben. So stimmte seine DNA mit einer Spur überein, die 1989 im Zusammenhang mit den sogenannten Göhrdemorden mit insgesamt vier Toten gesichert werden konnte.

dpa

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