Herztod im Puff: Die Re-Animierdamen kommen

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Liebesdamen werden zu Schutzengeln (Symbolbild).

Lugano - Herzen stehen in den Bordellen von Lugano wohl öfter still. Eine schlechte Reklame, denken sich die Puffbetreiber. Ihre Animierdamen werden deswegen jetzt auch zu Re-Animierdamen.

Noch bevor er kam, ging er von dannen: Ein 56-jähriger Schweizer hatte Mitte Januar ein Bordell in Cadenazzo (Tessin) besucht und sich Potenzmittel eingeworfen. Eigentlich zur Steigerung seines Vergnügens. Doch das wurde ihm zum Verhängnis. Noch im Bordell erlag der Freier einem Herzinfarkt. Alle Rettungsversuche blieben erfolglos.

Defibrillatoren können Leben retten.

Das hat die Bordellbesitzer im nahen Lugano wohl aufgeschreckt. Damit das nicht wieder vorkommt, sollen die Liebesdamen von Lugano jetzt auch zu Re-Animierdamen werden. Die italienische Zeitung "Corriere della Serra" berichtet, dass die Puffbesitzer des malerischen Städtchens im Tessin ihre Prostituierten am Defibibrillator schulen lassen wollen. Danach sollen die lebensrettenden Geräte in den Bordellen zum Einsatz kommen.

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38 Puffs und Sex-Clubs beheimatet die Tessiner Metropole Lugano, weitere sind offenbar geplant. Damit lockt das malerische Städtchen laut Medienberichten vor allem Freier aus dem nahen Italien an. Dort sind Bordelle verboten.

"Kunden auf uns sterben zu lassen, ist nicht die beste Reklame", sagte ein Luganeser Bordell-Betreiber dem englischen Daily Telegraph.

Die Ausbildung sollen offenbar lokale Rettungs- und Gesundheitsorganisationen übernehmen. Zumindest wollen die Bordellbesitzer mit der Bitte an sie herantreten, berichtet der "Corriere del Ticino"-Journalist Giovanni Mariconda auf dem Schweizer Internetportal "20 Minuten Online".

Herzen stehen in den Puffs von Lugano offenbar öfter still: Zwischen 2000 und 2008 sind laut Berechnungen des "Corriere del Ticino" fünf bis acht Menschen bei einem Bordellbesuch einem Herzinfakt erlegen. Die Dunkelziffer müsse aber größer sein, zitiert das Blatt die Tessiner Polizei.

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Viele Freier, die eine Herzattacke bemerken, würden das Etablissement noch rechtzeitig verlassen, bevor der Rettungswagen eintrifft. Wohl aus Angst vor ihren Frauen. Denn denen müssten sie schließlich dann wohl erklären, warum sie plötzlich im Krankenhaus liegen.

kkr

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