Es geht um Milch

„Traurig“ - Veganer sauer auf Star-Köchin Sarah Wiener

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Sarah Wiener kocht mit Studenten.

Sollte man Mandelmilch aus dem Laden meiden? Die TV-Köchin Sarah Wiener macht das - und kontert nach einem Facebook-Post den Hatern.

„Ist das hier der Quatsch-Comedy-Club?“ So lautet einer der Kommentare zu einem Facebook-Post von Sarah Wiener. Die Star-Köchin hat vor zwei Tagen vor industriell hergestellter Mandelmilch gewarnt. Das Fertigprodukt enthalte nur gut zwei Prozent Mandeln, aber gerne zusätzlichen Zucker. Die Reaktionen kamen prompt.

„Ist Ihnen das nicht peinlich? Oder wollen Sie es einfach nicht verstehen, warum Menschen Kuhmilchalternativen trinken?“, fragt ein Kommentator. „Als Köchin beschäftigen Sie sich mit Lebensmitteln, aber bedienen die typischen Vorurteile gegenüber Veganismus. Ich finde es traurig“, schreibt ein anderer. „Frau Wiener hat mal wieder ein Aufmerksamkeitsdefizit“, befindet ein Dritter.

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Sarah Wiener: Kommentare sind „unsachlich und zum Teil beleidigend“

Das ließ die 56-Jährige nicht auf sich sitzen und schickte einen Post hinterher: „Meine Intention zu dem Post war aufzuzeigen, was industrielle Mandelmilch bedeutet. Jeder kann mit diesem Wissen machen, was er möchte: Ob selber herstellen (bravo) oder andere Milcharten trinken oder doch Industriemandelmilch. Eure freie Entscheidung - es geht um Wissensvermittlung.“

In dem fast 700 Worte starken Post holt die Österreicherin aus: Sie werde weder von der Fleisch-, noch der Milchindustrie bezahlt. Gegenüber anderen Ernährungsformen sei sie tolerant. Massentierhaltung und das Anpflanzen von Monokulturen, wie Industriekomplexe sie betreiben, lehne sie ab. Wiener hat die Machenschaften einer profitgierigen Landwirtschaft schon öfter angeprangert.

Ihre eigene ethische Grundhaltung, sei: Selbst kochen, und das möglichst regional und aus ökologischem Anbau. Und: „Eine ethische Grundhaltung ist nichts, was ein kleiner Kreis von ideologisierenden und dogmatischen VeganerInnen für eine ganze Gesellschaft definieren und für sich alleine in Anspruch nehmen sollte, um andere niederzumachen und die eigene Sichtweise durchzudrücken.“

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Fernseh-Köchin zu Soja-Milch: „Künstlich wie Cola“

Die Fernseh-Köchin, die bereits in der „Lindenstraße“ mitspielte, betreibt einen eigenen Bauernhof im Nordosten Brandenburgs, wo sie Rinder artgerecht züchtet. Vergangenes Jahr durchbrachen einige Tiere einen Zaun und verirrten sich auf nahe gelegene Bahngleise. Zwölf Rinder starben dabei.

2015 warnte sie in einem vielbeachteten „Focus“-Interview davor, Kinder vegan zu ernähren. „Es kann nicht sein, dass wir Nahrung propagieren, mit der uns nur zusätzliche Chemie vor Mangelernährung schützt“, sagte sie damals. Wichtiger sei es, Kinder aufzuklären, damit sie ihr Essen selbst wählen könnten.

frs

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