Bewaffneter Angriff

Schüsse in Uni-Klinik - Angreifer tötet sich selbst - wohl psychisch kranker Einzeltäter

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Sieben Tote nach Schüssen in uni-Klinik in Tschechien. 

In einem Krankenhaus in Tschechien fallen Schüsse. Sieben Menschen werden getötet, der Täter erschießt sich selbst. 

Update, 11.22 Uhr: Der Todesschütze hat sich selbst getötet, das bestätigt die Polizei und der Ministerpräsident Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT. Der Regierungschef sprach von einer „großen Tragödie“. Der Schütze habe in einem Warteraum der Universitätsklinik das Feuer auf Patienten eröffnet und „aus nächster Nähe auf den Kopf oder Hals“ seiner Opfer gezielt.

Der Mann wurde von der Polizei nach einer Flucht in einem Auto gestellt und nahm sich nach Angaben der Behörden das Leben. „Der 42 Jahre alte Mann schoss sich vor dem Zugriff der Polizei in den Kopf, er ist tot“, teilte die tschechische Polizei beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die drittgrößte Stadt Tschechiens befand sich während der Fahndungsaktion im Ausnahmezustand.

Schüsse in Krankenhaus - keine Bedrohungslage in Tschechien

Unter den Toten waren nach Angaben der Universitätsklinik vier Männer und zwei Frauen. Zwei weitere Personen wurden demnach schwer verletzt und notoperiert. Die Hintergründe der Gewalttat blieben zunächst unklar.

„Wir wissen nicht, was die Motive dieses Menschen waren“, sagte Regierungschef Babis. Er gehe davon aus, dass es die Tat eines möglicherweise psychisch kranken Einzeltäters gewesen sei - und dass keine allgemeine Bedrohungslage in Tschechien vorliege. Nach Angaben der Klinik handelt es sich bei den Opfern um Patienten der Erstversorgungsambulanz der Traumatologie.

Update, 10.45 Uhr: Die tschechische Polizei hat auf Twitter mitgeteilt, das Fahrzeug des Täters gefunden zu haben. Der Fahrzeughalter soll sich kurz vor der Überprüfung seiner Personalien erschossen haben. Die Polizei ist dabei, die Identität zu überprüfen. 

Update, Dienstag, 10. Dezember, 10.00 Uhr: Der Täter, der in einem Krankenhaus in Tschechien mindestens sechs Menschen getötet hat, ist nach wie vor auf der Flucht. die Polizei hatte zunächst ein Fahndungsfoto veröffentlicht, das aber wieder zurückgezogen, da es sich um einen Zeugen gehandelt hat. 

Erstmeldung

Nach Schüssen in einem Krankenhaus im tschechischen Ostrava (Ostrau) hat es mindestens vier Tote gegeben. Zwei Menschen seien schwer verletzt, teilte die tschechische Polizei am Dienstagmorgen mit. Die Zeitung „MF Dnes“ berichtete, die Zahl der Toten sei auf sechs gestiegen.

Der Schütze ist nach ersten Informationen auf der Flucht. Der Hintergrund der Gewalttat im Universitätsklinikum von Ostrava war zunächst völlig unklar.

Mehrere Tote nach Schüssen in Krankenhaus

Tschechiens Innenminister Jan Hamacek bestätigte der Agentur CTK, dass es mehrere Tote gegeben habe. Die Polizei sei mit zahlreichen Beamten und einem Sondereinsatzkommando vor Ort, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz. Hamacek machte sich auf den Weg zum Unglücksort.

Der Todesschütze soll nach Angaben der Polizei eine schwarze Jacke tragen und rund 1,80 Meter groß sein. Augenzeugen berichteten Medien, dass sie Schüsse aus dem Bereich der Notaufnahme gehört hätten. Die Universitätsklinik in der mährisch-schlesischen Industriestadt hat rund 1200 Betten.

Krisenstab nach Schüssen in Krankenhaus

Mitarbeiter der Klinik wurden angewiesen, ihre Abteilungen nicht zu verlassen. „Wir sind alle nervös“, sagte eine Medizinerin der Agentur CTK. Das Krankenhaus war geschlossen, es wurden keine neuen Patienten aufgenommen. Die Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien setzte einen Krisenstab ein.

Ostrava ist mit rund 290 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Tschechiens und Verwaltungszentrum der mährisch-schlesischen Region. Die Stadt liegt an der Nordostgrenze Tschechiens, zehn Kilometer südwestlich von Polen und 50 Kilometer nordnordwestlich der Grenze zur Slowakei. (FR mit dpa)

Lesen Sie hier, wie die Frankfurter Rundschau im Falle von Terror, Schießerei oder Amoklauf berichtet

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