Überraschendes Interview

Grusel-Clown verrät Motiv für seine Aktion

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Northampton - Seit rund einer Woche taucht nachts an wechselnden Orten im englischen Northampton ein unheimlicher Clown auf und verschwindet wieder. Jetzt hat der Unbekannte ein Interview gegeben.

Ein unheimlicher Clown hat in den vergangenen Tagen für Gänsehaut bei den Bewohnern Northamptons gesorgt. Der Mann in einem Kostüm, das dem des kindermordenden Clowns Pennywise aus Stephen Kings Horror-Roman "Es" ähnelte, war nachts an verschiedenen Orten in dem englischen Städtchen aufgetaucht. Dort stand er einfach nur herum, hielt ein paar Luftballons oder ein Stofftier in der Hand, winkte stumm und verschwand wieder in der Dunkelheit. Gruselig!

Manche vermuteten hinter der Aktion bereits eine raffinierte Werbe-Aktion für einen Film oder eine TV-Serie, doch in einem Interview, das der Unbekannte dem "Northampton Chronicle & Echo" gab, kam jetzt die Wahrheit ans Licht. Die Pennywise-Verkleidung war nämlich durchaus mit Bedacht gewählt: Der spukige Spaßmacher ist ein Fan von Gruselroman-Bestsellerautor King. Er wolle die Menschen nur amüsieren: „Die meisten Leute haben gerne ein bisschen Angst und können dann danach darüber lachen“, sagte er der Lokalzeitung am Mittwoch.

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Darin gab er an, "völlig überrascht" von den weltweiten Reaktionen auf sein Erscheinen zu sein. Mit seiner Aktion wurde er nämlich zum Netz-Phänomen: Seine Facebook-Seite mit Fotos hat mittlerweile über 127.000 "Gefällt mir"-Klicks. Es freue ihn, dass er Northampton so viel Aufmerksamkeit verschafft habe. Dadurch werde es allerdings auch schwieriger, seine Identität geheim zu halten. Er wolle dennoch weiterhin auftauchen, solange die Menschen Interesse hätten - und könnte sich sogar einen wöchentlichen "Clowntag" vorstellen.

Unbekannter macht Jagd auf den Grusel-Clown

Boris will den Clown fangen.

Mittlerweile will noch jemand auf der globalen Welle mitsurfen, die der Clown-Hype verursacht. Der Unbekannte nennt sich Boris und verspricht, als offizieller "Northampton Clown Catcher" den Clown zu fangen. Bisher hat der Mann im (recht billig aussehenden) dunkelblauen Superhelden-Kostüm auf seiner eigenen Facebook-Seite jedoch nur Mißerfolge zu vermelden. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, weiterhin regelmäßig zu berichten, wo er erfolglos den Clown anzutreffen versuchte. Im Vergleich zu seinem "Erzfeind" hat er geradezu klägliche 4500 Fans zu verzeichen. Die meisten Reaktionen auf seinem Profil sind zudem negativ: "Wir brauchen keinen Clownfänger", schreibt etwa ein Facebook-Nutzer, ein anderer meint: "Als Clownfänger taugst du nichts."

dpa/hn

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