Fichte bald im Museum?

Wie ein „glatzköpfiger“ Weihnachtsbaum zum Sinnbild für Rom wurde

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Blick auf den Weihnachtsbaum auf dem Piazza Venezia in Rom (Italien). Der Baum wird aufgrund seines Aussehens auch "Spelacchio" (Welk) genannt.

Das diesjährige weihnachtliche Symbol Roms musste allerlei Häme über sich ergehen lassen. Doch konnte der Christbaum schnell auch zahlreiche Fans auf seine Seite ziehen. Was passiert nun mit ihm?

Rom - Der wegen seiner schlaffen Nadeln und nackten Zweige verspottete Weihnachtsbaum Roms landet wohl nicht im Häcksler, sondern könnte im Museum landen. Es gebe Pläne, die norwegische Fichte im Museum für moderne Kunst "Maxxi" in Rom aufzustellen, berichteten am Samstag die Zeitungen "Corriere della Sera" und "Messaggero". Zu verdanken hat das der Baum seiner Fangemeinde unter Einwohnern und Touristen.

"Spelacchio" lautete der Spitzname für den Weihnachtsbaum, zu Deutsch "Glatzkopf" oder "der Räudige". Die Fichte war schon für tot erklärt worden, als sie im Dezember aus Norditalien in der Ewigen Stadt ankam. Erbärmlich schmächtig erschien der Baum im Vergleich zu seinen majestätischen Konkurrenten im Vatikan oder in Mailand. Dabei kostete er die Römer rund 48.000 Euro. Viele erklärten den Weihnachtsbaum zu einem Sinnbild für den Zustand der italienischen Hauptstadt.

Weihnachtsbaum in Rom: Plan B sieht tausende von Bleistiften vor

Dennoch erhielt er schnell eine ergebene Gefolgschaft - und sogar einen eigenen Kanal auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. "Sie sagen, sie wollen mich in ein Museum stellen. Mach Platz, Caravaggio", lautete eine Tweet in Bezug auf den italienischen Barockmaler. Fans hängten aufmunternde Nachrichten an die Fichte.

Roms trauriger Christbaum macht Politik.

Sollte es mit dem zweiten Leben in dem Museum nichts werden, arbeitet der Stadtrat an einem Blan B. Den Zeitungsberichten zufolge könnte der Weihnachtsbaum zu einem Holzhaus für stillende Mütter verarbeitet werden. Oder zu tausenden Bleistiften für die Schulen der Stadt.

AFP

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