Hefigster Wirbelsturm seit 1851

Zahl der Todesopfer nach Hurrikan „Michael“ in den USA steigt - Trump kündigt Besuch an

+
Hurrikan "Michael" hat die USA verwüstet.

Hurrikan „Michael“ hat Florida mit voller Wucht getroffen und schlimmen Schaden angerichtet. Mindestens 17 Menschen in den USA kamen ums Leben. Alle Informationen zum Monstersturm im News-Ticker.

  • Hurrikan „Michael“ traf am Mittwoch (10. Oktober) mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde auf die Küste von Florida.
  • Die Behörden warnten vor lebensgefährlichen Sturmfluten, Starkregen und kräftigen Sturmböen vor allem in den Regionen Panhandle und Big Bend.
  • 375.000 Menschen sollen evakuiert werden.
  • Mindestens 17 Menschen sind dem Hurrikan zum Opfer gefallen.

>>> AKTUALISIEREN <<< 

20.50 Uhr: Nach dem schweren Hurrikan „Michael“ steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Mindestens 17 Menschen kamen durch den Sturm und seine Folgen an der Südostküste der USA ums Leben, wie mehrere US-Medien am Samstagnachmittag (Ortszeit) berichteten. Teilweise wurden noch höhere Zahlen genannt. Rund 300 Menschen hatten sich entschieden, die Aufrufe zur Evakuierung zu ignorieren und in ihren Häusern zu bleiben.

US-Präsident Donald Trump kündigte für den Beginn der kommenden Woche einen Besuch in Florida und Georgia an. In Florida wütete der Sturm besonders stark, mehr als 200.000 Menschen sollen dort noch ohne Strom sein. Einige Ortschaften wurden fast vollständig zerstört. Die Rettungskräfte erwarten, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Zurzeit durchkämmen die Helfer noch die Trümmer.

Hurrikan Michael wütet in den USA: Die Meldungen vom 12. Oktober

21.55 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan "Michael" in den USA ist auf mindestens 13 gestiegen. Nachdem der Wirbelsturm an der Golfküste von Florida ganze Ortschaften dem Erdboden gleich gemacht hatte, meldeten die Behörden im Bundesstaat Virginia am Freitag fünf Sturm-Tote. In Florida, Georgia und North Carolina kamen insgesamt mindestens acht Menschen durch den Wirbelsturm ums Leben. Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern.

14.15 Uhr: Die Zahl der Toten durch Hurrikan "Michael" in den USA ist auf elf gestiegen. Die Rettungsdienste in Virgina bestätigten am Freitag den Tod von fünf Menschen in dem Bundesstaat. Zuvor war bereits von sechs Opfern in Florida, Georgia und North Carolina die Rede.

6.34 Uhr: Hurrikan „Michael“ hat an der Südostküste der USA inzwischen mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Die Polizei im Bezirk Gadsden in Florida teilte am Donnerstagabend (Ortszeit) mit, vier Menschen seien dort bedingt durch den Sturm ums Leben gekommen. Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, in einem der vier Fälle sei ein Mann gestorben, als ein Baum auf das Dach seines Hauses stürzte. Zu den weiteren drei Fällen wurde zunächst nichts bekannt.

Hurrikan "Michael"

Auch in Georgia und North Carolina kamen durch den Sturm Menschen zu Tode. Der Fernsehsender CNN und die „Washington Post“ berichteten unter Berufung auf örtliche Behörden, in North Carolina sei ein Mann in seinem Fahrzeug von einem Baum erschlagen worden. Und in Georgia sei ein elf Jahre altes Mädchen ums Leben gekommen, als ein Carport von dem Sturm in die Luft gehoben wurde und durch ein Dach stürzte.

Hurrikan "Michael"

11. Oktober: Hurrikan „Michael“ hat Teile Floridas verwüstet

16.00 Uhr: „Michael“ wurde mittlerweile zum Tropensturm herabgestuft, doch bleibt er gefährlich. In Georgia wurde ein elfjähriges Mädchen getötet, als ein durch die Luft wirbelnder Carport auf ihrem Haus landete, wie der Chef der örtlichen Katastrophenhilfe, Travis Brooks, mitteilte.

Das US-Hurrikanzentrum warnte für Donnerstag vor heftigem Regen und Sturmfluten in Teilen Georgias, Nord- und Süd-Carolinas sowie in Virginia, bevor "Michael" am frühen Freitag in den offenen Atlantik weiterzieht.

12.15 Uhr: Hurrikan „Michael“ hat im US-Bundesstaat Florida mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Ein Kind und ein Mann seien gestorben, berichtet der Sender CNN. Straßenzüge stehen unter Wasser, von manchen Häusern bleiben nur Trümmer übrig. Die Menschen sind fassungslos.

8.40 Uh r: Der Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, sagte bei einer Einsatzbesprechung im Weißen Haus, "Michael" sei der stärkste Sturm im Panhandle seit 1851. Der nationale Wetterdienst erklärte gar, es gebe keine Aufzeichnungen über einen Hurrikan der Stärke 4 in dieser Region.

Der Hurrikan zog nach Florida in Richtung der Bundesstaaten Georgia und Alabama weiter. Er wurde inzwischen auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie 1 heruntergestuft, gemessen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Stundenkilometern.

6.03 Uhr: Nachdem der Hurrikan „Michael“ Florida mit voller Wucht erreicht hat, haben die Behörden Such- und Rettungsmannschaften in die besonders schlimm getroffenen Gebiete geschickt. Das sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Scott, am Mittwochabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz.

Laut einem Bericht des Senders CNN kostete der Hurrikan mindestens einen Menschen das Leben. Nahe Greensboro sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum auf ein Haus gefallen sei.

Hurrikan „Michael“ erreicht Florida - die Meldungen vom 10. Oktober 2018

21.04 Uhr: Hurrikan "Michael" ist in Florida auf Land getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern erreichte das Auge des Sturms am Mittwochmittag (Ortszeit) den sogenannten Panhandle, eine Küstenregion im Nordwesten des US-Bundesstaats, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. "Michael" traf nordwestlich der Stadt Mexico Beach als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier auf Land.

Mit Evakuierungsaufrufen für 375.000 Menschen und stündlich eindringlicheren Warnungen hatten die Behörden die Einwohner Floridas auf die Ankunft von "Michael" vorbereitet. Das US-Hurrikanzentrum warnte die Menschen davor, den Sturm auf die leichte Schulter zu nehmen: Mit bis zu vier Meter hohen Flutwellen, Starkregen und der Kraft, Bäume zu entwurzeln, habe "Michael" lebensbedrohliches Potenzial.

"Riskiert nicht euer Leben, geht sofort, wenn ihr dazu aufgefordert werdet", erklärte der US-Wetterdienst. Die Behörden riefen rund 375.000 Bewohner in 20 Bezirken auf, sich vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Für 120.000 Bewohner des Bay County, eine tiefer gelegene Küstenregion im Panhandle, ordneten sie die Evakuierung an.

Gouverneur Rick Scott warnte, "Michael" könnte für den Panhandle "der zerstörerischste Sturm seit Jahrzehnten" werden. "Es ist ein monströser Sturm, und die Vorhersagen werden immer schlimmer", erklärte er. Der Hurrikan könne Teilen von Florida "totale Zerstörung" bringen, insbesondere den tiefer gelegenen Küstenorten. US-Präsident Donald Trump rief über Twitter den Notstand für die Region aus, um rasch Bundesmittel freizusetzen.

Hurrikan "Michael" trifft auf Florida. Der Wirbelsturm hat inzwischen die Kategorie 4 erreicht.

20.01 Uhr: Unmittelbar vor dem Eintreffen von Hurrikan „Michael“ an der Küste von Florida hat US-Präsident Donald Trump vor der enormen Wucht des Sturms gewarnt. Es sei nicht erwartet worden, dass der ursprünglich kleine Sturm sich zu einem „Monster“ auswachsen würde, sagte Trump bei einem Treffen mit dem Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, und mit Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen am Mittwoch im Weißen Haus. Long sagte: „Dies wäre der intensivste Hurrikan seit 1851, der diese Gegend getroffen hat, wenn ich mich recht erinnere.“

„Michael“ hat rasant an Stärke gewonnen: Am Dienstag war der Sturm zunächst zu einem Hurrikan der Kategorie drei hochgestuft worden, in der Nacht zu Mittwoch dann zu Kategorie vier. Die höchste Stufe ist fünf. Die Behörden hatten zahlreiche Menschen eindringlich dazu aufgerufen, das betroffene Gebiet zu verlassen. Long sagte: „Wir sind besorgt, dass viele Bürger sich dazu entschlossen haben, die Warnungen nicht zu befolgen.“

Trump kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen. Bei einem früheren Besuch befürchte er, den Helfern in den Weg zu kommen, sagte der Präsident.

Eine CNN-Reporterin im Sturmgebiet sagte, Menschen in der Gegend hätten am Dienstag noch gedacht, sie würden einen Hurrikan der Kategorie zwei aussitzen. Als sie dann am Mittwoch aufgewacht seien, seien sie mit einem Sturm der Kategorie vier konfrontiert gewesen. Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, hatte am Morgen gesagt, es sei nun zu spät, noch aus dem Sturmgebiet zu fliehen.

Zu spät für Flucht vor Hurrikan „Michael“

17.34 Uhr: Hurrikan „Michael“ ist aktuell mit einer enormen Windstärken vom 241 Stundenkilometern unterwegs. Ab 252 Stundenkilometern wird ein Hurrikan in die Kategorie 5 eingestuft.  

16.59 Uhr: Vor dem Eintreffen von Hurrikan „Michael“ an der US-Küste hat die Europäische Kommission Hilfe zugesagt. Auf Bitten der US-Behörden sei der Copernicus-Dienst für Katastrophen- und Krisenmanagement aktiviert worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

14.55 Uhr: Die Windstärken von Hurrikan Michael erreichen inzwischen 230 Stundenkilometer. Der Gouverneur des Bundesstaats Florida Betroffene im Sturmgebiet aufgefordert, sofort Schutz zu suchen. Es sei nun zu spät, das Gebiet zu verlassen, teilte Gouverneur Rick Scott am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Twitter mit.

12.11 Uh r: Die äußeren Regenbänder erreichen langsam die Küste, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum via Twitter mit. Hurrikan „Michael“ soll Sturmfluten bis zu vier Meter mit sich bringen. 

Für die Stadt Panama City Beach und andere tiefer gelegene Gebiete am „Panhandle“ gelten Zwangsevakuierungen. 2,4 Millionen Anwohner wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, berichtet CNN.

Video: Wirbelsturm „Michael“ bedroht Floridas Küste

11.07 Uhr: Hurrikan „Michael“ trifft wohl zwischen Tyndall Air Force Base und Keaton Beach an Land. 

9.17 Uhr: Auf seinem Weg in Richtung des US-Bundesstaats Florida hat der Hurrikan "Michael" weiter an Stärke zugelegt. Der US-Wetterdienst stufte "Michael" am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) auf die zweithöchste Hurrikan-Kategorie 4 hoch. Er rechnet damit, dass der "extrem gefährliche" Hurrikan am Nachmittag Floridas Golfküste erreicht.

In der Nacht auf Mittwoch hat ein heftiges Unwetter auf Mallorca gewütet. Es gab Tote und Verletzte.

Hurrikan „Michael“ nimmt Fahrt auf - Florida bereitet sich vor

Miami/Washington - Hurrikan „Michael“ ist auf dem Weg Richtung US-Golfküste. „Michael" erreicht mittlerweile Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) stufte den Wirbelsturm am Dienstag auf die dritte von fünf Hurrikan-Kategorien hoch. Der Wirbelsturm dürfte am Mittwochnachmittag (Ortszeit) auf Floridas Küste treffen.

Florida rüstet sich für einen schweren Wirbelsturm. Die Meteorologen stuften den Sturm „Michael“ am Dienstag zu einem Hurrikan der Stufe drei von fünf herauf - mit Windgeschwindigkeiten von aktuell schon 195 Stundenkilometern. Die Menschen in den betroffenen Gebieten an der Westküste des südöstlichen Bundesstaates wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Es wurde erwartet, dass das Zentrum des Sturms am Mittwoch auf Land treffen wird.

Hurrikan „Michael“: Notstand in 35 Bezirken ausgerufen

Für die Stadt Panama City Beach und in anderen tiefer gelegenen Gebieten am nordwestlichen Zipfel des Bundesstaates galten Zwangsevakuierungen. Das Nationale Hurrikanzentrum in Miami warnte vor mehr als dreieinhalb Metern hohen Sturmfluten und schweren Regenfällen. Floridas Gouverneur Rick Scott nannte den Hurrikan „monströs“. Nach Angaben des Hurrikanzentrums könnte „Michael“ noch an Stärke gewinnen, bevor er auf Land trifft.

In 35 Bezirken wurde nach Regierungsangaben vorsorglich der Notstand ausgerufen worden. Dies ist zunächst ein verwaltungsinterner Schritt, der den Behörden eine schnelle Reaktion erlaubt. Das Hurrikanzentrum warnte, das Wasser werde vor dem Eintreffen des Sturms steigen. Anwohner müssten sofort mit Vorbereitungen beginnen.

Rob Docko sichert in der St. Andrews Marina sein Boot, um es vor dem sich nähernden Hurrikan "Michael" zu schützen.

Auch die Katastrophenschutzbehörde Fema forderte dazu auf, nicht zu warten und die Gegenden so bald wie möglich zu verlassen.

Mitte vergangenen Monats hatte der Tropensturm „Florence“ die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North Carolina und South Carolina zu schweren Überschwemmungen geführt. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch „Florence“ und die Folgen des Sturms ums Leben.

In Teilen Mittelamerikas hat „Michael“ seine zerstörerische Kraft schon gezeigt. In San Salvador brachte er als Tropensturm starken Regen mit sich. Es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Laut Medienberichten starben drei Menschen.

An der Westspitze Kubas zog der Hurrikan am Montagnachmittag (Ortszeit) vorbei. Die Küste der westlichsten Provinz Pinar del Río wurde teilweise überschwemmt. Mehr als 125.000 Haushalte in der Region waren ohne Strom - die Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, „Granma“, sprach von jedem zweiten Haushalt.

Was bedeutet eigentlich Hurrikan der Kategorie 2?

Die Stärke eines Hurrikans wird nach einer von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala bemessen:

  • Ein Hurrikan der Kategorie 1 reicht Windgeschwindigkeit bis 153 Stundenkilometer. 
  • Ein Hurrikan der Kategorie 2 gilt bis zu einer Windgeschwindigkeit von 177 Stundenkilometer
  • Ein Hurrikan der Kategorie 3 bis 208 Stundenkilometer
  • Ein Hurrikan der Kategorie 4 bis 251 Stundenkilometer 
  • Ein Hurrikan der Kategorie 5 ab 252 Stundenkilometer

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare