Tragödie in Südtirol

Zwei Deutsche nach Lawinenunglück tot - Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt

Nach dem Lawinenunglück mit zwei toten Deutschen in Südtirol ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. 

Bozen  - Es handele sich um Routine in einem solchen Fall, sagte eine Sprecherin des Justizbehörde in Bozen am Freitag, ohne nähere Details zu nennen. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, konkret Beschuldigten gebe es nicht.

Eine Mutter und ihre elfjährige Tochter aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg waren am Mittwoch im Skigebiet Haideralm im Vinschgau von einer Lawine mitgerissen worden. Sie konnten zwar beide geborgen worden, starben aber kurz darauf. Der Vater nahm an der Tour abseits der Piste ebenfalls teil - er überlebte das Unglück.

Fehlende Ausrüstung

Laut Ansa wurde die Mutter unter einer einen Meter dicken Schneedecke direkt in der Nähe ihrer Tochter gefunden. Das Schneebrett sei bis zu 150 Meter breit gewesen. Vermutlich seien nicht alle Mitglieder der Gruppe aus Deutschland für eine Tour im Gelände ausgerüstet gewesen, so die Agentur unter Berufung auf Retter. Nur einige von ihnen hätten beispielsweise einen Lawinenpiepser gehabt, mit dem man Verschüttete schneller finden kann. An dem Tag herrschte in der gesamten Region erhebliche Lawinengefahr der Warnstufe 3 von 5.

dpa

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