300 Kilogramm schwerer Stein

100 Jahre Schnadegang: Neheimer Schützen setzen Tradition am 4. September fort

100 Jahre Schnadegang Neheim Schützen Tradition
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Die Neheimer Schützenbruderschaft stellte den „Äspohl“ für 2021 vor: (v. li.) Martin Smykalla, Bernd Obertrifter, Max Obertrifter, Axel und Maren Cöppicus-Röttger und Christian Draeger.

Es brauchte schweres Gerät und sieben Schützen, um den 300 Kilogramm schweren Stein in die Walderde einzubetonieren. Der Stein kommt aus dem Steinbruch bei Niedersfeld und ist ein Dobasstein. Beim diesjährigen Neheimer Schnadegang werden die Schnadegänger an diesem Stein eine kleine Rast einlegen und die, die zum ersten Mal dabei sind, werden „gepohläst“. Das heißt, sie werden engen körperlichen Kontakt mit dem Stein haben.

Neheim – Am Samstag, 4. September, findet der Neheimer Schnadegang statt – genauer gesagt zwei Schnadegänge. Die erste Tour „Grenzerfahrung“ beginnt um 6 Uhr frühmorgens an der Gaststätte „1220“ in der Jahnallee. „Hierbei sind 32 Kilometer in neun Stunden zu bewältigen“, macht Bernd Obertrifter klar.

Diese Tour führt unter anderem durchs Aupketal, Niederenser See, Rumbecker Holz, Lüerwald und zurück zum 1220. Wer hier mitgehen möchte, meldet sich bitte unter schnadegang@fest-in-neheim.de an (es gilt die 3G-Regel). Wer diese große Runde geschafft hat, bekommt zur Erinnerung eine Plakette.

Wie geht es weiter?

Die Vertreter der Schützenbruderschaft erzählen, wie es weitergeht: „Die kleine Schnadegangrunde beginnt um 9.30 Uhr wie immer am Neheimer Glockenspiel. Försterin Petra Tompeter bläst das Kuhhorn bevor es auf die zehn Kilometer lange Wanderung geht.“ Diese Tour (ohne Anmeldung) führt unter anderem über den Weiten Weg, Potsdamer Platz bis zum Schnadestein – der steht genau an der Ecke Werlweg/Höhenweg im Lüerwald – weiter geht es noch einige Kilometer und dann zurück zum 1220. Gegen 13 Uhr werden die Wanderer dort erwartet.

Älteste und jüngste Teilnehmer werden werden geehrt

„Die Erbsensuppe zur Stärkung kommt direkt vom Lokal und nicht wie sonst aus der Gulaschkanone. Hier wird auch das neue Pächterehepaar Bochtis vorgestellt und das Pächterehepaar Matthias und Ilona Meyer verabschiedet. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Für die Kinderbelustigung ist ebenfalls gesorgt“, erklärt Bernd Obertrifter den Ablauf. An diesem Tag werden der älteste und der jüngste Teilnehmer geehrt, außerdem werden anlässlich „100 Jahre Schnadegang“ die Jubelkönigspaare geehrt.

Plakette am Äspohlstein weist auf 100-jährige Tradition des Schnadeganges hin

Die Plakette am Äspohlstein weist auf die 100-jährige Tradition des Schnadeganges hin. „Die Tradition wurde von den Schützen in den 1960-Jahren von der Stadt übernommen. In den 1980-Jahren kam der Jägerverein hinzu. Seither findet ein jährlicher Wechsel zwischen beiden bei der Organisation des Schnadeganges statt“, erklärt Schützenkönig Axel Cöppicus-Röttger. „Unter dem Stein wurden in einem Edelstahlbehälter die Schlagzeilen des Jahres 2021, sowie der Name des Königspaares, des Bürgermeisters und der Name der Scheffen hinterlegt“, erklärt Oberst Christian Draeger. „Natürlich auch eine FFP2 Maske und das Kompanieabzeichen der Schützenjugend“, ergänzt Bernd Obertrifter.

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