Lebensrettende Daten

Für alleinstehende Senioren: Caritas nimmt 1.000 Notfalldosen in Empfang

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Übergabe von 1.000 Notfalldosen (v.l.): Karsten Rosinke (Leitender Praxisanleiter HSK-Rettungsdienst), Marion Nagel-Dönneweg, Carsten Kersenbrock (Leitender Praxisanleiter HSK-Rettungsdienst), Andreas Schäfer, Christian Stockmann (Vorstandsvorsitzender Caritasverband Arnsberg-Sundern), Karsten Müller und Marek Konietzny (Kaufmännischer Vorstand Caritasverband Arnsberg-Sundern).

Arnsberg/Sundern. Die Caritas Arnsberg-Sundern hat im Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen (ZFR) in Meschede-Enste die bestellten Notfalldosen abgeholt. Marion Nagel-Dönneweg, Leiterin der Sozialstation Hüsten, nahm zusammen mit den Vorständen des Caritasverbandes, Christian Stockmann und Marek Konietzny, die Lebensretter von Andreas Schäfer, Fachdienstleiter Rettungsdienst/Feuer- und Katastrophenschutz beim HSK, Karsten Müller, Ärztlicher Leiter des HSK-Rettungsdienstes, und Karsten Rosinke in Empfang.

Im Notfall zählt jede Sekunde. In der Notfalldose werden Gesundheitsdokumente an einem festen Ort griffbereit hinterlegt. Die Dose, die in der Kühlschranktür aufbewahrt wird, enthält ein Infoblatt mit allen wichtigen gesundheitlichen Daten und Kontaktpersonen.

„Das erleichtert den Notfallsanitätern und dem Notarzt vor Ort die Arbeit, da sie sofort mögliche Unverträglichkeiten von Medikamenten oder Vorerkrankungen erkennen können“, freut sich Karsten Müller, der auch selbst als Notarzt oft im Einsatz ist, über die Verteilung der Notfalldosen. „Wenn jemand beispielsweise eine hilflose Person in der Wohnung findet und dann die Rettungsdienstleitstelle unter 112 anruft, können die Disponenten den Rettungseinsatz besser einschätzen und die dann erforderlichen Rettungsmittel gezielt einsetzen“, ergänzt Andreas Schäfer.

"Gewährleistet reibungslosen Ablauf im Notfall"

Die 1.000 Dosen wurden für alle vier Sozialstationen in Arnsberg, Sundern, Neheim und Hüsten angeschafft und werden nun verteilt. Sie kommen vor Ort besonders bei Kunden der Sozialstationen zum Einsatz, die alleine ohne Angehörige wohnen.

„Hier ist es unglaublich wichtig, dass der Notarzt im Falle eines Falles weiß, wo er unter Umständen lebenswichtige Informationen zum Gesundheitszustand des Patienten finden kann“, erklärt Marion Nagel-Dönneweg. „Für unsere Patienten aber auch für unsere Mitarbeitenden ist das ein Instrument, das den reibungslosen Ablauf im Notfall gewährleistet. Unsere Mitarbeitenden sind häufig morgens die ersten und abends die Letzten, die im Haushalt eines Pflegebedürftigen vor Ort sind und im Falle eines Falles den Patienten im Notfall auffinden und den Notarzt verständigen. Aus Datenschutzgründen dürfen längst nicht alle Informationen zum Gesundheitszustand in der Patientenmappe hinterlegt werden und häufig wird diese auch an unterschiedlichen Stellen aufbewahrt. Die Notfalldosen an einem festen Platz geben allen Beteiligten mehr Sicherheit.“

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