Umbau alter Lagerhallen aus der Stückgutabfertigung wird gefördert

50 Jahre „Tag der Städtebauförderung“: Stadt Arnsberg informiert digital über Projekte

Stückgutabfertigung Bahnhof Neheim Rathaus Sanierung Archiv
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Das Material Holz spielt für die neuen Archiv-Räume in der ehemaligen Stückgutabfertigung eine besondere Rolle.

Die Städtebauförderung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe von Bund und Kommunen sowie eine zentrale Säule der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Immer wieder hat auch die Stadt Arnsberg davon profitieren können, ganz aktuell ist der Umbau alter Lagerhallen aus der Stückgutabfertigung der Deutschen Bahn am Bahnhof Neheim-Hüsten als wegweisendes Projekt mit Unterstützung zu nennen.

Arnsberg - Schon seit dem Jahr 1971 werden in den Kommunen verschiedene Projekte mit den Mitteln der Städtebauförderung unterstützt. Das Engagement der Städtebauförderung jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal: Am heutigen Samstag, 8. Mai, steht der „Tag der Städtebauförderung“ unter dem Motto „Städtebauförderung vor Ort – ganzheitlich, nachhaltig und kooperativ“.

Die Stadt Arnsberg ist zum runden Geburtstag der Städtebauförderung mit einem eigenen Angebot dabei. Unter dem Titel „Das Arnsberger Rathaus im Wandel der Zeit“ gibt es auf einer speziellen Website, die zum Geburtstag erst frei geschaltet wird, eine Zeitreise zu erleben. Dazu hat Arnsberg seinen Beitrag bei der Städtebauförderung angemeldet. Im Mittelpunkt der spannenden historischen Betrachtung steht das Arnsberger Rathaus und die Vorbereitung des wohl größten Umzugs der Stadtverwaltung. Vor der Sanierung des Verwaltungssitzes an der Ruhr müssen alle Büros geräumt sein, schon jetzt sind Teile der Verwaltung in andere Gebäude Stadt Arnsberg umgezogen.

Die Arnsberger Stadtteile Neheim und Hüsten verbindet zudem eine lange Geschichte, Graf Gottfried IV verlieh Neheim 1358 und Hüsten 1360 die Stadtrechte. Im Jahr 1941 wurden beide zur Stadt Neheim-Hüsten zusammengelegt und mit der kommunalen Neugliederung sowie mit Arnsberg selbst zur „Stadt Arnsberg“. Genau in der Mitte zwischen Neheim und Hüsten sollte einst das heutige Rathaus in seiner ursprünglichen architektonischen Konzeption den Wandel zur Stadt Neheim-Hüsten aufgreifen und baulich darstellen. Inzwischen ist das Rathaus der Stadt Arnsberg in die Jahre gekommen, eine umfangreiche Sanierung mit Teil-Neubau will den Ansprüchen an Nachhaltigkeit, Energieeinsparung und Bürger-Nähe gerecht werden.

Ab sofort gibt es auch auf der Homepage der Stadt Arnsberg unter www.arnsberg.de/rathaussanierung Spannendes zu sehen und zu hören. Die Stadt Arnsberg informiert über die Geschichte des heutigen Rathauses in den einzelnen Jahrzehnten. Die Überlegungen rund um den Bau des Hauses an diesem Standort in der Stadt werden lebendig und hauchen dem Gebäude Leben ein. Eingängig erklärt werden zum Beispiel die symbolhaften Elemente des Rathauses – von der Tür aus Remanitstahl mit bronzenen Türgriffen, die noch den alten Kreisverkehr „Trauring“ darstellen – bis zum Beton-Kunstwerk im Ratssaal. Dazu gibt es viele selten gezeigte Abbildungen, die mit der Einweihung des damals neuen Rathauses 1968 entstanden sind.

Zum 50. Jubiläum des „Tags der Städtebauförderung“ blickt die Stadt Arnsberg natürlich nach vorn: Die ab Herbst 2021 geplante Rathaussanierung mit Teilumbau zu einem Bürgerzentrum nimmt einen wichtigen Raum ein. Fördermittel aus der Städtebauförderung haben dazu bereits ihre Wirkung gezeigt: Aus den alten Lagerhallen am Bahnhof Neheim-Hüsten ist das neue Archiv der Stadtverwaltung geworden. Am ehemaligen Güterbahnhof haben die Arbeiten sichtbar Gestalt angekommen, nur noch wenige Restarbeiten sind erforderlich. Fast parallel zum Auszug der letzten Mitarbeiter aus dem Rathaus im Oktober wird zum 15. Oktober mit der Inbetriebnahme des neuen Archives in alten Mauern geplant.

Das Material Holz spielt dabei eine besondere Rolle, daraus sind die Archivboxen gebaut, die teilweise als Zwischen- und teilweise als Endstation einen großen Teil des Gedächtnisses der Stadtverwaltung beherbergen sollen. Eine spezielle Dämmung in Verbindung mit großen Klima- und Lüftungsgeräten hilft, alte Unterlagen aus den Kellerräumen des jetzigen Rathauses möglichst unbeschadet aufbewahren zu können. Und in direkter Nachbarschaft bekommt auch die „Arnsberger Tafel“ neue Räume für ihre soziale Arbeit in der Stadt.

Eine Übersicht über die coronabedingt digitalen Angebote zum 50. Tag der Städtebauförderung ist im Internet unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/programm zu finden. Auf einer Interaktiven Karte stellen die Kommunen ihr Programm vor.

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