Viele Hände schaffen Großes

72-Stunden-Aktion ist in Arnsberg und Sundern in vollem Gange

In Pastors Garten hinter dem Pfarrhaus St. Petri Hüsten bauen Messdiener und Pfadfinder eine Holzhütte. Foto: Rebecca Weber

Arnsberg/Sundern. Die Welt ein Stückchen besser machen und gemeinsam etwas erreichen – das wollen die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion in Arnsberg und Sundern. Seit Donnerstagabend sind sie unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ in ganz unterschiedlichen Projekten in ihren Pfarrgemeinden aktiv.

In der Pfarrei St. Petri Hüsten sind insgesamt 200 Kinder und Jugendliche in individuellen Projekten unterwegs. In Herdringen wird beispielsweise der Altpapiercontainer am Kinderspielplatz nach eigenen Ideen der Jugendlichen neu verschönert, im Rumbecker Holz gestalten die Teilnehmer das Außengelände an der Flüchtlingsunterkunft neu und im Pfarrheim Heilig Geist in Unterhüsten werden die Räume für ein Begegnungs-Café, das es hier bald geben soll, hergerichtet. 

„Es war nicht schwer die Kinder und Jugendlichen für die Aktion zu begeistern. Das liegt zum einen am guten Renommee der 72-Stunden-Aktion, aber sicherlich auch an der Methode, also unter Zeitdruck mit einem kleinen Wettkampfgedanken, der anspornt, etwas zu leisten. Dass die Projekte vorher nicht bekannt waren, erzeugt zusätzlich Spannung“, beschreibt Vikar Tobias Hasselmeyer die Motivation der Teilnehmer. 

„Wenn aus Theologie Leben wird“ 

Er selbst unterstützt zwei Gruppen in Pastors Garten, wo ein neues Depot für Lagerfeuerholz sowie eine kleine Versammlungshütte gebaut werden. „Die Hütte können dann alle Gruppen in der Pfarrei nutzen, Pastors Garten ist sozusagen die Open-Air-Verlängerung des Gemeindehauses und durch die neue Hütte ist man etwas wetterunabhängiger“, so Vikar Hasselmeyer. Für die Teilnehmer sei es schön, am Ende zu sehen, was sie aus Eigenleistung geschaffen haben. „Viele Hände packen mit an, um Großes zu vollbringen.“ Dabei gehe es nicht nur um Handwerkliches, auch für die Organisation sowie das Generieren von Spenden und Geldern zur Mitfinanzierung der Projekte sind die Jugendlichen zuständig. Am Ende können sie viel für sich selbst mitnehmen, ist sich Tobias Hasselmeyer sicher: „Zum einen die Erfahrung, etwas verändern zu können, was auch noch einen positiven Effekt auf das Leben anderer hat. Zum anderen die Stärke in der Gemeinschaft erfahren. Und den spirituellen Gedanken: Es ist der Auftrag Jesu, auf seinen Nächsten zu schauen. Die Aktion bringt also den theoretischen Aspekt des Christentums in eine praktische Konsequenz, sozusagen wenn aus Theologie Leben wird.“ 

Die fleißigen Teilnehmer in Allendorf gestalten den Spielplatz des Kindergartens neu.

Die Kolpingsfamilie Allendorf gestaltet im Rahmen der 72-Stunden-Aktion den Spielplatz des Kindergartens neu. Er wird am Sonntag, 26. Mai, im neuen Design erstrahlen, und das soll auch gefeiert werden. Als Abschluss der Aktion beginnt der Familiennachmittag um 14 Uhr. Gestartet wird mit einer Wortgottesfeier am Kindergarten, danach bietet die Kolpingsfamilie ein buntes Programm für die ganze Familie an.

Die 72-Stunden-Aktion

  •  „Uns schickt der Himmel“ ist die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDJK). 
  • In 72 Stunden vom 23. bis 26. Mai beteiligen sich Tausende Jugendgruppen in ganz Deutschland. Der Grundgedanke der Solidarität im Einsatz für andere und mit anderen steht in diesen drei Tagen im Fokus. 
  • In Arnsberg und Sundern koordiniert und begleitet der regionale Koordinierungskreis im Dekanat Hochsauerland-West die Aktion. 
  • Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. 
  • Der bundesweite Abschluss der Aktion findet am Sonntag, 26. Mai, in Hamm statt.

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