Für besondere Verdienste und Engagement im Kirchenleben

Arnold Müller aus Bruchhausen erhält „Pro Ecclesia et Pontefice“-Orden

Orden Ecclesia Arnold Müller Bruchhausen
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Den Orden „Pro Ecclesia et Pontefice“ verlieh Pfarrer Daniel Meiworm (2.v.li.) im Auftrag des Papstes an Arnold Müller (3.v.li.) im Beisein einiger Wegbegleiter.

Eine nicht alltägliche Ehrung wurde jetzt in Bruchhausen vergeben. Arnold Müller bekam den kirchlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontefice“ während der sonntäglichen Messe vor geladenen Gästen und Kirchenbesuchern in der Kirche Sankt Maria Magdalena und Lucia Bruchhausen offiziell im Auftrag des Papstes von Pfarrer Meiworm verliehen. 

Bruchhausen - Die Messe wurde gefeiert von Pfarrer Daniel Meiworm und dem Konzelebranten und Pastor Gisbert Wisse.

Arnold Müller hat in seinem Leben viele ehrenamtlich Kirchenämter bekleidet und dabei sehr viel für die Gemeinde Bruchhausen getan. Wie sehr andere diese Arbeit schätzten und den Wunsch hatten, ihm dafür zu danken, bemerkte er in diesem Jahr kurz vor Ostern.

Er nahm den Orden nur unter einer Bedingung an

„Da stellte Pfarrer Meiworm mir plötzlich die Frage, ob ich diesen Orden wohl annehmen würde. Ich war völlig überrascht, erklärte mich aber bereit, den Orden unter einer Bedingung anzunehmen. Der Orden sollte nicht für mich sein. Ich würde ihn an Stelle der vielen Ehrenamtlichen, die in der Kirche arbeiten, annehmen. Es sollte ein Zeichen sein und die Laienarbeit damit gewürdigt werden. Das entsprechende Gremium muss sich schon lange damit beschäftigt haben, denn der Orden muss beantragt werden, der Antrag geht zunächst nach Paderborn, dann nach Rom und den gleichen Weg wieder zurück und das dauert eben seine Zeit.“

Arnold Müller mit Pfarrer Daniel Meiworm.

Nachdem der Termin der Verleihung zweimal wegen Corona verschoben werden musste, war es am vergangenen Sonntag soweit. Manfred Groll vom Gemeindeteam Bruchhausen hielt die Laudatio. Er erzählte über die vielfältigen Ämter mit denen Arnold Müller in der Gemeinde tätig war und ist. 20 Jahre lang sei Müller Vorsitzender des Pfarrgemeinderats gewesen, von 2006 an sei er Mitglied des Kirchenvorstandes und sofort zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. „Arnold Müller hat auch 1987 die Schola mitbegründet, die 1993 in den Kirchenchor umbenannt wurde. Dort ist er bis heute Mitglied. Auch der Senioren Karneval zu Beginn 1985 im Hotel zur Post, später im Pfarrheim sowie die Männergruppe und der Seniorenkreis, den er heute noch leitet, gehörte zu den Aufgaben, für die er sich einbrachte.“ 20 Jahre lang sei er Firmhelfer gewesen und heute noch Lektor und Kommunionhelfer.

Rodentelgenkapelle liegt ihm am Herzen

Auf die Frage des Sauerlandkuriers, was denn die für ihn bedeutendsten Ereignisse während seiner Tätigkeit als Mitglied des Kirchenvorstandes gewesen seien, antwortete Müller spontan: „Das war die Rückpfarrung der einzelnen Gemeinden nach St. Petri. Ich erinnere mich neben vielem anderen noch an die Namensgebung. Es war damals auch „Hl. Ludgerus“ im Gespräch. Ich habe mich aber dann mit dem Argument durchsetzen können, dass es doch vernünftig sei, es bei dem Namen St. Petri zu belassen. Die Gemeinden haben zugestimmt. Am Neujahrstag 2013 konnten dann die Unterlagen unterzeichnet werden.“

Zu seinen Herzensangelegenheiten gehört für Arnold Müller schon immer die Rodentelgenkapelle. „Eigentlich sollte sie, so hatte man in Paderborn beschlossen, abgerissen werden. Dafür wurde sogar das Geld von Paderborn bereitgestellt. Dem entgegen konnten wir im Jahr 2009 den Förderverein Rodentelgenkapelle gründen. Seit dem ist viel geschehen und niemand redet mehr von Abriss.“

Die Aufgaben des ehemaligen Lehrers und Schulleiters hören aber längst noch nicht auf. Seit Juni ist der 74-jährige Ortsheimatpfleger. Der Rat der Stadt Arnsberg hat ihn dazu bestellt. Arnold Müller sieht seine Tätigkeiten als Verpflichtung gegenüber der Gemeinde. Und über alldem steht sein Motto, das er von Papst Johannes XXIII. übernommen hat: „Nimm dich selbst nicht so wichtig.“

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