Donatorenfeierlichkeiten 2021

Arnsberg feiert die Waldschenkung durch Graf Gottfried 

Graf Gottfried Neheim
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Noch heute sind in der Stadt Arnsberg - besonders im Stadtteil Neheim - die Spuren von Graf Gottfried IV. sichtbar.

An die Waldschenkung durch Graf Gottfried IV. erinnert die Stadt Arnsberg am kommenden Freitag und Samstag mit den alljährlichen Donatorenfeierlichkeiten.

Arnsberg - Im Jahr 1368 schenkte Graf Gottfried IV. von Arnsberg mit seiner Ehefrau Anna der Stadt Neheim einen Wald, den heutigen Stadtwald. Dabei dachte er durchaus eigennützig:

Zum einen sollten die Bürger der Stadt alljährlich für Ihn und seine Gemahlin beten und eine „gesellige Zusammenkunft“ abhalten. Zum anderen war die Waldschenkung ein Teil mittelalterlicher Strukturpolitik. Der Wald sicherte langfristig das Wohlergehen der Stadt. Sein Ertrag sollte u.a. zum Unterhalt der Stadtmauer genutzt werden. Eine befestigte, gut funktionierende Stadt war im Mittelalter ein Mittel der Herrschaftssicherung.

In diesem Jahr finden die traditionellen Donatorenfeierlichkeiten in der Stadt Arnsberg am Freitag und Samstag, 17. und 18. September, statt und erinnern an diese Waldschenkung.

Eine Abbildung des Grafen Gottfried IV. aus dem Stadtarchiv Arnsberg.

Traditionsgemäß werden die Feierlichkeiten jedes Jahr wechselnd vom Jägerverein bzw. von der Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist in Neheim in Zusammenarbeit mit der Stadt organisiert. In diesem Jahr haben die Neheimer Schützen erneut die Organisation übernommen. Im Rahmen der Feierlichkeiten fährt somit eine Abordnung aus der Stadt Arnsberg zur Kranzniederlegung im Kölner Dom, denn hier ist Graf Gottfried als einziger weltlicher Herrscher beerdigt worden. Aufgrund noch bestehender pandemiebedingter Einschränkungen wird am kommenden Freitag, 17. September, nur eine sehr kleine Gruppe von Schützen und Vertretern der Stadt zum Grab des Grafen fahren.

Stütchenverteiung und Dankgottesdienst

Weitere Bestandteile der Donatorenfeierlichkeiten sind die öffentliche Stütchenverteilung und das Graf-Gottfried-Spiel. Am Samstag, 18. September, führt um 10 Uhr eine Theatergruppe der Graf-Gottfried-Schule am Fresekenhof in Neheim das Graf-Gottfried-Spiel auf. Anschließend verteilen Ratsmitglieder die traditionellen Stütchen an Kinder und Erwachsene. Um 11 Uhr am gleichen Tag führen auch Schülerinnen und Schüler der Mühlenberg-Schule ihr Graf-Gottfried-Spiel in Hüsten auf dem Marktplatz an der Kirche auf. Natürlich werden auch hier Stütchen verteilt.

Das Donatorenmahl hingegen wird in diesem Jahr noch einmal nur als kleines Kaffeetrinken mit Stütchen begangen. Anschließend folgt der Dankgottesdienst um 17.30 Uhr in der Neheimer St. Johannes Kirche. Auf Anregung der Neheimer Schützen wird auch in diesem Jahr im Rahmen des Gottesdienstes auch ein Kranz an dem Abguss der Grabstatue Gottfried IV. in der Neheimer St. Johannes-Kirche niedergelegt: Ein kleiner Ersatz für die Fahrt nach Köln, an der vor der Pandemie mehrere Hundert Neheimer Bürgerinnen und Bürger sowie Schulkinder teilgenommen haben.

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