Förster kündigt Anzeige an

Hunde hetzen Reh durch Wald und verletzen es schwer - Belohnung für Hinweise auf Halterinnen ausgesetzt

In Arnsberg haben Hunde im Hasenwinkel ein Reh schwer verletzt. Jetzt werden die Halterinnen gesucht.
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In Arnsberg haben Hunde im Hasenwinkel ein Reh schwer verletzt. Jetzt werden die Halterinnen gesucht.

Mehrere Hunde sollen in einem beliebten Gebiet für Wanderer und Spaziergänger in Arnsberg ein Reh gehetzt und schwer verletzt haben. Gesucht werden nun die Halterinnen der Tiere. Für Hinweise gibt es eine Belohnung.

Arnsberg - Mit einem Plakat wird auch den grauenhaften Vorfall hingewiesen: Im Hasenwinkel, einem beliebten Gebiet für Wanderer und Spaziergänger zwischen Arnsberg und Rumbeck, soll ein Reh von mehreren Hunden zunächst gehetzt und dann schwer verletzt worden sein.

Auf dem von Stadtförster Sebastian Demmel unterzeichneten Plakat wird der Vorfall folgendermaßen geschildert: Am Montag (3. August) sollen die Tiere, die demnach zu zwei Halterinnen gehörten, zwischen 12 und 14 Uhr im Bereich zwischen dem oberen und unteren Stollenweg in Richtung „Hunzingers Tannen“ ein Reh gehetzt haben. Die Hunde sollen das Tier im weiteren Verlauf gepackt und in die Läufe und Keulen gebissen haben. Das Reh sei daraufhin schwer verletzt in den Wald geflohen.

Arnsberg: Hunde verletzen Reh im Hasenwinkel - Halterinnen gesucht

Sebastian Demmel bittet nun um Hinweise, die zu den beiden Hundehalterinnen führen. Dafür ist eine Belohnung in Höhe von 100 Euro ausgesetzt. „Jeder Hinweis wird diskret behandelt“, heißt es auf dem Plakat. Zeugen, die den Vorfall im Hasenwinkel in Arnsberg möglicherweise beobachtet haben, können sich unter 0171/6266444 melden.

Das Plakat wird mit einem eindringlichen Appell beendet: „Wildernde Hunde sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein schwerer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, der in jedem Falle eine Anzeige nach sich zieht.“ Eine solche ist bislang bei der Polizei nicht eingegangen, wie deren Sprecher Sebastian Held auf Nachfrage erklärte.

Über einen ähnlichen Fall berichtete die Polizei erst vor wenigen Wochen: In Elspe hatte ein großer Hund ein Rehkitz gerissen, vom Halter fehlte aber jede Spur. Auch in Brilon wurde ein Reh von einem frei laufenden Hund gerissen. Noch schlimmer: Auch ihre ungeborenen Kitze starben. Für Hundehalter gelten in Wäldern und auf Wiesen bestimmte Regeln, damit solche schrecklichen Vorfälle nicht vorkommen.

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