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Dubioses Haustürgeschäft: Mitleiderregende Story und folgenschwerer Gang zur Bank

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Von: Kristina Köller

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Geldscheine stecken in einer Hosentasche.
Dubioses Haustürgeschäft in Arnsberg-Neheim. (Symbolfoto) © Robert Michael/dpa

Die Geschichte eines Mannes klang so mitleiderregend, dass ein Rentner aus Neheim sich breitschlagen ließ, diesem drei Jacken abzukaufen. Den Gang zur Bank bereute der Rentner aber schnell.

Neheim - Die Polizei im Hochsauerlandkreis berichtet von einem dubiosen Haustürgeschäft in Neheim - und haarsträubenden Umständen, die dazu geführt haben. Demnach kehrte ein älterer Mann aus Arnsberg am Mittwoch gegen 10 Uhr vom Einkaufen nach Hause zurück. Nachdem er in die Wohnung gegangen war, stand plötzlich ein etwa 45 Jahre alter Mann mit südländischem Aussehen hinter ihm in der Wohnung, so die Polizei. Der unbekannte Mann bot ihm drei Jacken zum Kauf an.

Wie die Polizei weiter berichtete, erzählte der Täter dem Arnsberger eine mitleiderregende Geschichte und sagte, dass er dringend Bargeld brauche. Dazu wolle er die drei Jacken verkaufen.

Arnsberg: Älterer Mann kauft drei Jacken - dann kommen ihm Zweifel

Der geschädigte Rentner ging mit dem unbekannten Tatverdächtigen zur Bank, hob mehrere hundert Euro ab und übergab das Geld dem Unbekannten. Dafür erhielt er die drei Jacken.

Einen Tag später kamen dem Geschädigten Zweifel an dem Haustürgeschäft. Die herbeigerufene Polizei nahm eine Strafanzeige auf, da es sich bei den Jacken augenscheinlich um minderwertige Ware handelt. Die Polizei rät, Fremden gegenüber misstrauisch zu sein, insbesondere wenn sie finanzielle Notlagen angeben. „Treten sie resolut auf und informieren sie die Polizei“, so der eindringliche Rat.

Auch Versuche wie diese kommen derzeit häufiger vor: Eine Frau in NRW wollte in einer Apotheke ihren gefälschten Impfpass digitalisieren lassen. Die Aktion ging gehörig schief.

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