Stadt informiert über Eschentriebsterben und neue Baumarten

In Arnsberg werden erneut Bäume gefällt - aber auch neue gepflanzt

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Der Bereich unterhalb der Propsteikirche in Arnsberg wird in nächster Zeit "durchforstet".

Arnsberg. Die Stadt Arnsberg informiert über anstehende Baumfäll- und Grünschnittarbeiten. Im Bereich der Propsteikirche müssen zwei große Eschen gefällt werden. Die Bäume sind laut Stadtverwaltung in weit fortgeschrittenem Stadium vom Eschentriebsterben betroffen. In diesem Zuge werden weitere Schnittarbeiten im Bereich Hang zwischen Propsteikirche und Promenade, sowie im sogenannten „Hang Krummholz“ vorgenommen.

Der Fußweg zwischen Klosterstraße und Promenade, Richtung Rundturnhalle, unterhalb der Propsteikirche, ist seit einigen Jahren aufgrund der Sicherungsarbeiten im Bereich der Mauern der Kirche gesperrt. Aus Sicht der Verwaltung ist das eine wichtige Wegeverbindung Richtung Rundturnhalle. Dieser Weg soll nun wieder hergestellt werden. Hieraus ergibt sich dann auch eine direkte Verbindung zum Natur-Erlebnis-Raum aus dem Altstadtbereich heraus. Der Natur-Erlebnis-Raum wird dann auch an der Klosterstraße entsprechend ausgeschildert. Da in dem Bereich jahrelang keine Pflegearbeiten durchgeführt werden konnten, muss hier zunächst einmal „durchforstet“ werden. Zudem ist einiges an „Totholz“ zu beseitigen, teilt die Stadt mit.

Aussicht in das Ruhrtal ermöglichen

Der stadtbildprägende „Hang Krummholz“ wurde seinerzeit von der Stadt Arnsberg erworben, um die für die klassizistische Stadtanlage Arnsbergs wichtige „Bellevue-Situation“ wieder weitgehend herzustellen. Unter Bellevue-Situation ist ein weiter (Aus-)Blick in die Landschaft, hier auf das Ruhrtal und Neustadt, gemeint. Die Bellevue-Situation war Grundkonzept für die Anlage des Neumarktes. In den 1990er Jahren wurde auch ein Aussichtspunkt am Hang errichtet. "Es wird darauf hingewiesen, dass es hier nicht um eine Abholzung des Hanges geht. Der Rückschnitt des Aufwuchses wurde in den letzten Jahren nicht mehr vorgenommen, was jetzt korrigiert wird. Die Sträucher werden also nicht entfernt, sondern stark zurückgeschnitten und künftig auf einer Höhe gehalten, sodass Sichtbeziehungen von der Klosterstraße ins Ruhrtal ermöglicht werden", so die Stadt.  Die Arbeiten werden vom Fachdienst Grünflächen|Forst|Friedhöfe, Bereich Forst durchgeführt und vor Ort von Revierförster Sebastian Demmel beaufsichtigt. 

„Leider ist es so, dass in letzter Zeit einige Bäume im Stadtgebiet gefällt werden mussten. Hierbei waren maßgeblich Baumkrankheiten wie das Eschentriebsterben Auslöser. Auch das sich verändernde Klima macht den Bäumen ,zu schaffen’“, so die Stadtverwaltung. Der Fachdienst pflanzt aber auch regelmäßig neue Bäume. In der Regel werden gefällte Bäume ersetzt. So wurden im Dezember im Grünflächenbereich 25 Ersatzpflanzungen vorgenommen, im Friedhofsbereich 30. Hier war der Friedhof Sunderner Straße besonders betroffen, weil Sturm „Frederike“ massive Schäden verursacht hatte. 

Spitzahorn und Ginkgo werden neu gepflanzt

Darüber hinaus habe der Fachdienst im gesamten Stadtgebiet im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen im Auftrag der Stadtwerke 94 neue Bäume gepflanzt. Auch bei der Planung von neuen Außenanlagen berücksichtigt der Fachdienst die Anpflanzung von Bäumen. So werden im Rahmen der Umgestaltungen der Außengelände Agnes-Wenke-Schule 48 Bäume, an der Sekundarschule am Eichholz 20 Bäume, am Gymnasium Laurentianum im ersten Bausbschnitt bereits 15 Bäume und in den Außengeländen der neuen KiTas in Hüsten 30 Bäume, gepflanzt. Am meisten werden hier die Baumarten Amberbaum, Weißdorn, Spitzahorn, Hainbuche, und zur Zeit verstärkt der Ginkgo gepflanzt.

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