Zwei digitale Komponenten

„Wo willst du landen?“: Arnsberger Ausbildungsmesse findet erstmals digital statt 

Ausbildungsmesse Arnsberg virtuell
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Zusammen mit weiteren Beteiligten stellte die Wirtschaftsförderung Arnsberg jetzt das Konzept der ersten virtuellen Arnsberger Ausbildungsmesse und die neue Onlineplattform vor.

In der Backstube, im Büro, im Labor oder an der Maschine: „Wo willst du landen?“ lautet auch in diesem Jahr das Motto der Arnsberger Ausbildungsmesse. Das Besondere: Die Wirtschaftsförderung Arnsberg (wfa) erweitert das langjährige und bewährte Konzept ihrer bislang „analogen“ Ausbildungsbörse im Kaiserhaus um zwei digitale Komponenten.

Arnsberg/Neheim – So wird die Messe am 29. und 30. September erstmals virtuell stattfinden. „Wir haben die Pandemie zum Anlass genommen, die Messe weiter zu entwickeln und uns entschieden, unseren eigenen Weg zu gehen“, erläutert Dirk Hoffmann von der Wirtschaftsförderung der Stadt Arnsberg.

Die persönliche Interaktion zwischen Ausbildungsinteressierten und ausbildenden Betrieben galt stets als ein großer Vorteil der „klassischen, analogen“ Ausbildungmessen. Mit dem neuen Konzept der wfa, auch weiterhin diese Kontaktaufnahme mittels Chat- und Videofunktion zu gewährleisten und sie gleichzeitig mit einem „modernen Retro-Design“ im Stile früherer Computerspiele zu verknüpfen, betritt die Wirtschaftsförderung in der Region Neuland. Die wfa ermöglicht Schülern und Unternehmen ein interaktives und virtuelles Erlebnis der besonderen Art.

Seit 2010 finden im Kaiserhaus Ausbildungsmessen statt. Das ist in diesem Jahr aufgrund der Pandemie anders: Die Organisatoren gehen digitale Wege.

Kaiserhaus als Ausstellungsfläche nachgebaut

Andreas Jansen, Vorsitzender von Homebase Sauerland, erklärt: „Die virtuelle Messe läuft über das Open-Source-Programm workadventu.re. Über diese Plattform wurde das Kaiserhaus als Ausstellungsfläche nachgebaut.“

Auf dieser Fläche präsentieren sich regionale Unternehmen und Institutionen auf Messeständen mit verschiedenen Zusatzfunktionen. Neben dem obligatorischen Firmenprofil können dies Imagefilme oder spezielle Videos zum Thema Ausbildung sein.

Wie können Schüler teilnehmen?

Wie sich die jungen Menschen in die virtuelle Welt begeben können, erklärt Jansen ebenfalls: „Namen eingeben, Avatar auswählen, Kamera und Mikrofon freischalten und dann ist man im virtuellen Kaiserhaus unterwegs.“ Am Stand angekommen, haben die jungen Menschen die Möglichkeit, mittels Videochat mit den Unternehmen zu kommunizieren. „Das geht, indem man sich dem Avatar nähert“, sagt Jansen.

Um den Schülern den gewissen „Kick“ zu bieten, wurden verschiedene „Spielgeräte“ – eine „Disko“ oder ein digitales Bällebad – eingerichtet. Jansen zeigt sich überzeugt: „Es wird nicht langweilig für die Schüler werden. Das Ganze ist eine altersentsprechende Ansprache für die jungen Menschen.“ Eine Teilnahme ist mit Laptops, Handys und Tablets möglich. „Zwecks Aufmerksamkeit und gelungener Interaktion würde ich aber Lehrern und Lehrerinnen sowie Schülern und Schülerinnen zu einem konzentrationsfördernden Setting raten“, unterstreicht Andreas Jansen. Der Zugang zur Messe erfolgt über die Internetseite www.ausbildung-arnsberg.de.

Der Countdown in Richtung Zukunft läuft: Die neue Internetseite bündelt Infos zur Messe, zu Berufen, Betrieben und Ausbildungsangeboten.

Internetseite steht für einen lebendigen und neuen Auftritt

Die neue zielgruppengerechte Onlineplattform soll junge Menschen in Arnsberg außerdem schnell und direkt bei der Suche nach potenziellen Ausbildungsmöglichkeiten unterstützen. „Die Internetseite steht für einen lebendigen und neuen Auftritt, natürlich auch mit vertrauten Elementen“, betont Dirk Hoffmann. Die Plattform wird künftig in Ergänzung zur „analogen“ Ausbildungsmesse im Kaiserhaus ganzjährig als zentrale Präsentationsplattform eingesetzt. „Betriebe können hier detailliert die Vorteile ihres persönlichen Ausbildungskonzepts präsentieren und sich vorstellen. Angezeigt werden zudem alle Berufsbilder, welche die Betriebe anbieten. Hier bündeln sich alle Angebote einfach.

Das Ganze hat natürlich einen örtlichen und regionalen Bezug“, so Hoffmann. Über Filterfunktionen und thematische Gliederungen können Interessierte schnell und individuell Informationen rund um das Thema Ausbildung sammeln. Ausbildungsangebote, Praktika und Ferienjobs sind in wenigen Schritten zu finden.

Merkliste, FAQ-Bereich und Tool zur barrierefreien Anpassung

Und es gibt noch eine Komfortfunktion: die Merkliste, gibt Hoffmann an. Dank dieser persönlichen Merkliste können die Schüler favorisierte Angebote über einen längeren Zeitraum sammeln und Ausbildungsoptionen besser planen. Ein FAQ-Bereich und Tool zur barrierefreien Anpassung runden das Angebot ab.

Weitere Infos

„Geöffnet“ ist die virtuelle Messe am Mittwoch und Donnerstag, 29. und 30. September, von 8 bis 16 Uhr für die Schulen. Von 16 bis 18 Uhr haben alle anderen Interessierten die Möglichkeit, sich einzuloggen.

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