Löschzug Arnsberg und Löschgruppen Breitenbruch und Wennigloh blicken zurück auf 2019

Arnsberger Basislöschzug 2 war letztes Jahr 3660 Stunden im Einsatz

Bei der Hauptdienstbesprechung zog Basislöschzugführer Stefan Beule Bilanz, Wehrführer Bernd Löhr sprach Beförderungen aus und Fachbereichsleiter Helmut Melchert zeichnetet langjährige Wehrleute aus.

Arnsberg. Auf der Hauptdienstbesprechung des Basislöschzuges 2 (Löschzug Arnsberg, Löschgruppe Breitenbruch und Löschgruppe Wennigloh) hat Basislöschzugführer Stefan Beule in seinem Jahresbericht Bilanz gezogen, darüber hinaus gab es zahlreiche Beförderungen und Auszeichnungen.

Im vergangenen Jahr leisteten die 204 Mitglieder der drei Feuerwehrstandorte 9150 Ehrenamtsstunden (2017: 7420), aufgegliedert bedeutet diese Zahl 3660 Einsatzstunden, 3910 Übungs- und Ausbildungsstunden sowie 1580 sonstige Stunden. Dem BLZ 2 gehören 204 Feuerwehrleute an, davon 92 in der Einsatzabteilung (Arnsberg 58, Breitenbruch 15, Wennigloh 19); Ehrenabteilung 35 (Arnsberg 26, Breitenbruch 7, Wennigloh 2); Unterstützungsabteilung 1 (Arnsberg); Jugendfeuerwehr 44 (Arnsberg 34, Wennigloh 10); Kinderfeuerwehr 32 (Arnsberg 30, Wennigloh 2).

Die Einsätze unterteilen sich wie folgt: Gesamt 143 (2017: 128), davon Brandeinsätze 111 (Arnsberg 86, Breitenbruch 12, Wennigloh 13); Technische Hilfeleistungen 18 (Arnsberg 15, Breitenbruch 2, Wennigloh 1); Vorsorgeeinsätze 14 (Arnsberg 12, Breitenbruch 1, Wennigloh 1).

In seinem Bericht stellte Beule noch einmal einige besondere Einsätze heraus. Das Orkantief „Friederike“ sorgte im Januar 2018 für Ausnahmezustand bei den Feuerwehreinheiten im Stadtgebiet. Umgestürzte Bäume, teilweise auf Häuser und Autos gefallen, lose Dachziegel und Äste auf den Straßen hielten die Feuerwehr über acht Stunden lang in Atem. In einer mobilen Einsatzzentrale, bestehend aus dem Einsatzleitwagen des Fernmeldedienstes und dem Abrollbehälter Einsatzleitung (AB EL) liefen alle Fäden zusammen.

Der spektakulärste Einsatz war am Karolinen-Hospital in Hüsten. Dort stürzte ein Flachdach auf den Vorplatz des Krankenhauses, ein Winkelblech durchschlug dabei ein Fenster der Intensivstation. Zu drei Einsatz-Unfällen kam es beim Brand im Serverraum eines Betriebes. Ein Feuerwehrmann bekam aus ungeklärter Ursache einen Stromschlag und wurde vom Notarzt behandelt, zwei weitere Einsatzkräfte klagten über Atembeschwerden und mussten ebenfalls ins Krankenhaus.

Acht Wald- und Flächenbrände im Sommer

Im Juli und August musste die Wehr dreimal zu einem Recyclingbetrieb nach Obereimer ausrücken, der erste Einsatz dauerte zwölf Stunden. Insgesamt wurden hier 1000 Liter Schaummittel und zwei Millionen Liter Wasser benötigt. Während der Hitzewelle rückte der BLZ 2 achtmal zu Wald- und Flächenbränden aus, größter Einsatz war der Waldbrand zwischen Breitenbruch und Neuhaus. Die Breitenbrucher Bevölkerung unterstützte die Wehrleute an diesem heißen Tag mit Verpflegung und Mineralwasser.

Der Leiter der Feuerwehr Bernd Löhr freute sich über den kontinuierlichen Zuwachs bei der Kinderfeuerwehr: „Wir haben mit 160 Kindern die größte Kinderfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen“, so Löhr, der sich bei allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz bedankte. Die Baumaßnahme am Standort Arnsberg-Ruhrstraße wird sich um eineinhalb bis zwei Jahre verschieben, der Umbau des Gerätehauses Breitenbruch soll in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden. Die Kameraden aus Breitenbruch hätten hier gute Ideen und Pläne mit eingebracht.

Wehrführer Löhr nahm anschließend die Beförderungen vor: Julia Bexten, Jan Herwig, Tobias Keinert, Marc Uerschels und Heinz Wulf wurden zum Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau befördert, Florian Kemper und Markus Kreidt zum Oberfeuerwehrmann sowie Sarah Reinold zur Hauptfeuerwehrfrau und Kevin Heinemann zum Unterbrandmeister. Sebastian Kortz erhielt Urkunde und Dienstgradabzeichen zum Hauptbrandmeister.

Basislöschzugführer Stefan Beule und Löschzugführer Nikolaj Schulte (Wennigloh) wurden nach Ablauf der Amtszeit für weitere sechs Jahre in ihren Funktionen bestätigt.

Fachbereichsleiter Helmut Melchert zeichnete langgediente Wehrleute mit Orden und Ehrennadeln aus:
Ehrennadel in Bronze des Verbands der Feuerwehren NRW für 10-jährige Zugehörigkeit: Maurice Schulte (Löschzug Arnsberg), Sarah Reinold und Daniel Röttgers (Löschgruppe Breitenbruch).
Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Landes NRW für 25-jährige Zugehörigkeit: Sebastian Kortz (LZ Arnsberg), David Mannchen und Jens Stiefermann (LG Wennigloh).
Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Landes NRW für 35-jährige Zugehörigkeit: Jörg Böckeler (LZ Arnsberg) und Jörg Rüger (LG Wennigloh). Ehrennadel in Silber des Verbands der Feuerwehren in NRW für 40-jährige Zugehörigkeit: Hans Reimann (LZ Arnsberg) und Klaus Scholz (LG Wennigloh)
Ehrennadel in Gold des Verbands der Feuerwehren in NRW für 50-jährige Zugehörigkeit: Konrad Roth (LZ Arnsberg).
Die Ehrennadel in Gold des Verbands der Feuerwehren in NRW für 60-jährige Zugehörigkeit erhielt Hubert Hahne von der LG Breitenbruch.

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