Schutzmasken-Nähaktion zieht weite Kreise

Initiative sucht Spenden und Näherinnen

Regina Scholz ist eine der fleißigen Frauen, die zusammen bereits 150 Atemschutzmasken genäht haben.

Arnsberg – Die Arnsberger CDU-Frauen haben eine Initiative gestartet und bitten jetzt um Spenden und Mitstreiter. 150 Atemschutzmasken haben fleißige Frauen bereits genäht.

„Ich habe immer schon gerne genäht. Als mir dann der Werler Diabetologe Thomas Roden von dem extremen Mangel an Atemschutzmasken in seiner Praxis erzählte, haben wir kurz recherchiert und dann gleich losgelegt“, erzählt die Voßwinkelerin Regina Scholz. Mehr als 150 Masken hat sie seitdem gemeinsam mit anderen engagierten Frauen genäht. „Die meisten gingen an die Caritas und an Freunde und die Familie“, so Scholz.

Die Atemschutzmasken mögen eine Infektion mit dem Coronavirus nicht gänzlich verhindern können, aber sie können das Risiko durchaus wirkungsvoll reduzieren, heißt es in der Pressemitteilung. Das, so bestätigt auch Dr. Klaus Reinhardt, sei eine wichtige und wirksame Maßnahme, um sich und andere besser vor Infektionen zu schützen.

Nachdem die drei Frauen Hildegard Weische, Andrea Brüggenthies und Regina Scholz der inzwischen enormen Nachfrage kaum Herr werden können, suchen sie jetzt dringend weitere Näherinnen – und gern auch Näher. Damit denen die Einarbeitung leichter fällt, haben die Voßwinkeler Frauen eine einfache Anleitung erstellt, mit deren Hilfe auch Ungeübte schnell Masken selber produzieren können. Dass auch hier Übung den Meister macht, bestätigt Scholz aber gern: „Für die erste Maske habe ich bestimmt 60 Minuten gebraucht, jetzt schaffe ich pro Stunde vier Stück.“

Dringend gesucht werden also jetzt Menschen mit Nähmaschine, die an dem Projekt ehrenamtlich mitarbeiten möchten. Gesucht werden aber mindestens genauso dringend Materialspenden für die Herstellung der Masken.

Die bestehen aus: 

  • Außenstoff-Spenden, möglichst schon in der Größe 20 x 20 Zentimeter zugeschnitten und auf 60 Grad vorgewaschen 
  • Innenstoff-Spenden aus einfarbiger Baumwolle (zum Beispiel Betttuch), möglichst schon in der Größe 18 x 18 Zentimeter zugeschnitten und ebenfalls auf 60 Grad vorgewaschen 
  • pro Maske etwa 2 x 20 Zentimeter Gummiband 
  • Heftrücken (für den Nasenrücken der Maske, Metallstreifen zum Beispiel aus Schnellheftern)

    Die dringend benötigten Spenden können ab sofort in den verschiedenen Ortsteilen Arnsbergs abgegeben werden. Wo genau, lässt sich bei Alexandra Heiland-Kreme (Mail: arnsberg-naeht@gmx.de, ☎ 01 60/94 48 38 93) erfragen. Aber nicht nur Materialspenden werden dringend benötigt: Auch alle, die Zeit und Lust haben, ihre Fähigkeiten für den guten Zweck einzubringen, können und sollen sich bitte unbedingt bei Alexandra Heiland-Kremer melden.

Ansprechpartnerinnen für Angebot und Nachfrage Atemschutzmasken:

  • Voßwinkel: Regina Scholz,   0151 53624007
  • Holzen: Theresa Foschepoth, 02932 34196
  • Arnsberg: Chantal Debus (01575 8804966) und Marie-Theres Schennen (01577 2678240)
  • Bruchhausen: Christina Reuther, 0160 97947486
  • Neheim: Nina Hartmann, 01512 2359305
  • Niedereimer/Breitenbruch: Uschi Kirss, 01511 0325915
  • Müschede/Herdringen: Gisela Wilms, 0151 27500011
  • Oeventrop: Debbie Flues, 0170 5342051
  • Hüsten: Jessica Beckmann,  01511 8478449

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare