"Die ganze Bandbreite gezeigt"

Arnsberger Kunstsommer 2019 übertrifft die Erwartungen der Veranstalter

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Bei der Dancebattle auf dem Neumarkt gab es für die rund 400 Zuschauer herausragende tänzerische Leistungen zu sehen.

Arnsberg - An den zehn Tagen während des „Festivals der Künste“ herrschte im Arnsberger Stadtteil reger Kulturbetrieb. Unter dem Motto dieses Kunstsommers „Zwischentöne“ standen vor allem musikalische Beiträge im Mittelpunkt, Besucher hatten die Gelegenheit, sich in vielen Abschlusskonzerten sowie bei den Open-Air-Veranstaltungen einen guten Eindruck über das in den Workshops zuvor Erarbeitete zu verschaffen.

Besonders ausgeprägt wurde das bei der „Dancebattle“ am Samstag auf dem Neumarkt deutlich. In der „Tanzschlacht“ traten Künstler aus dem Bereich Streetdance gegen die aus dem klassischen Tanz gegeneinander und vor rund 400 Zuschauern an. Moderator Douglas Bateman stellte die Aufgaben, und zur Musik mussten Thema und Umsetzung in Einzel- wie Gruppenarbeit gelöst werden. Das Publikum beklatschte die Leistungen, die durch individuelle Interpretation besonders sehenswert waren. 

Aber auch Kultur in Form von Comedy hat seit Jahren ihren Platz im Kunstsommer, und nach der Promenaden-Mischung von Mittwochabend (der SauerlandKurier berichtete) wurden am Freitagabend die Ruhrterrassen zur Bühne für freche Kleinkunst. Vor einem großen Publikum gaben sich die Comedians auf der Bühne ein munteres Stelldichein und unterhielten ihre Gäste teilweise mit gekonnt zugespitzten Beobachtungen aus dem Alltag. Jaqueline Feldmann mit ihrer frischen weiblichen Sicht auf die wichtigen Dinge des Lebens gelang das besonders gut. 

Unerwartetes auf dem Arnsberger Wochenmarkt

Frischen Wind beim Markteinkauf gab es am Samstag beim „Marktgeschrei“. Das Theater „Random Acts of Beauty“ aus Freiburg zog mit Rabenmasken über den Wochenmarkt und trieb seine Späße mit den Arnsbergern. Zusammen mit der Band „The Four Shops“, die als Walk-Act mit einem Schlagzeuger im Einkaufswagen über den Gutenbergplatz schoben, wurde Besuchern wie Marktbeschickern das Unerwartete geboten: ein paar freche Sprüche und gute Musik sowie stilles Theater zum Amüsieren.

Finale des Arnsberger Kunstsommers 

Mit weiteren Musikbeiträgen der Sparten „Elektro“, „Klassik“ und „Jazz“ sowie dem Soloauftritt von „Jasper“ vor einem generationen-gemischten Publikum an den Ruhrterrassen fand der Kunstsommer Arnsberg 2019 erst am Sonntagabend seinen Abschluss. Dabei ließen sich die Gäste des jugendlichen Singer-Songwriters von gradliniger Musik und tiefgehenden Texten aus dem Leben von schattigen Plätzen aus begeistern. Insgesamt wurden die Ruhrterrassen im Kunstsommer – logistisch mit Toilettenwagen und Bewirtung aufgerüstet – zu einem stark frequentierten Ort. 

Sänger Jasper begeisterte zum Ausklang des Kunstsommers am Sonntag sein Publikum an den Ruhrterrassen.

„In diesem Kunstsommer gab es erstmals jeden Abend eine öffentliche Veranstaltung“, freut sich Kirsten Minkel vom Kulturbüro der Stadt. Und noch mehr Grund zur Freude gibt es, weil alle Veranstaltungen über die Erwartung hinaus besucht wurden. Das, so Minkel, habe sich bei den Angeboten des „Kultursandwiches“ wie beim Besuch der „getanzten Stadtführungen“ gezeigt. „Der Kunstsommer in Arnsberg macht die Menschen offen für neue Kunst und kulturelle Experimente“, schätzt Minkel das wohl passende Angebot. Neue Angebote seien deshalb gezielt gesucht worden. Schließlich gebe es für jede Kunst ihre Fangemeinde. „Der Kunstsommer Arnsberg hat es mal wieder geschafft, die ganze Bandbreite zu zeigen“, sagt Kirsten Minkel.

Promenaden-Mischung und Flussgeflüster im Arnsberger Kunstsommer 2019

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