Wenn jede Sekunde zählt

Arnsberger Seniorenbeirat wirbt für grüne Notfalldose

Für die grüne Notfalldose werben die Beteiligten von Seniorenbeirat, DRK, Rettungsdiensten und der Fachstelle Zukunft Alter. Foto: Hanni Borzel

Arnsberg. Im Notfall zählt jede Sekunde! Doch nicht jeder ist in einer Notsituation, zum Beispiel durch Bewusstlosigkeit oder auch Stress, in der Lage, Angaben zu ...

Arnsberg. Im Notfall zählt jede Sekunde! Doch nicht jeder ist in einer Notsituation, zum Beispiel durch Bewusstlosigkeit oder auch Stress, in der Lage, Angaben zu seinem Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen.

Da kann ein vorgefertigtes Notfall-Infoblatt mit Angaben zu Allergien, Medikamenten und Krankenkasse helfen. Und um keine wertvolle Zeit zu verlieren, sollte dies an einem allgemein bekannten zu finden sein: im Kühlschrank.

Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg sorgt nun in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Arnsberg, dem Städtischen Rettungsdienst, dem Rettungsdienst Hagelstein und der Fachstelle Zukunft Alter dafür, dass jedem älteren, kranken und interessierten Bürger stadtweit die Möglichkeit gegeben wird, die so genannte grüne Notfalldose zu erwerben. In dieser wird nämlich das oben beschriebene, sorgfältig ausgefüllte Infoblatt in der Kühlschranktür aufbewahrt. „Dieser Ort hat sich bewährt, da jeder einen Kühlschrank hat. Die Retter wissen, wo sich die Lebensretter-Dose befindet“, erläutern die Experten des DRK. Außerdem wird auf der Kühlschranktür sowie auf der Innenseite der Wohnungstür auf Augenhöhe ein Aufkleber angebracht, damit Rettungskräfte schnell erkennen, dass es in diesem Haushalt eine Notfalldose gibt.

Harald Kroll vom Städtischen Rettungsdienst empfiehlt, ein persönliches Foto in das Notfall-Infoblatt zu kleben. „Dann kann niemand, der zum Beispiel während Ihres Urlaubs die Blumen versorgt und dabei einen Notfall erleidet, mit Ihnen verwechselt werden.“ Dr. Wetzchewald vom Institut für Notfallmedizin in Arnsberg und Katharina Busch, vom Deutschen Roten Kreuz in Arnsberg empfehlen darüber hinaus, das Notfall-Infoblatt laufend zu aktualisieren.

Andreas Hagelstein vom Rettungsdienst Hagelstein würde es begrüßen, wenn die grüne Notfalldose als Lebensretter den Bürgern im gesamten Hochsauerlandkreis zugänglich gemacht werden könnte. In der Stadt Netphen zum Beispiel ist das schon der Fall. Die grüne Notfalldose ist dort mit einem überwältigenden Erfolg eingeführt worden.

Erhältlich ab dem 15. März

Die Idee sei so großartig, dass sich der Seniorenbeirat deshalb mit seinen Kooperationspartnern auch in Arnsberg um eine Einführung der grünen Notfalldose im gesamten Stadtgebiet kümmert. Ab Mittwoch, 15. März, ist diese zum Preis von 2 Euro erhältlich. Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg hat das Startkapital für 300 Dosen zur Verfügung gestellt. Alle fünf Stadtbüros nehmen die Mehrarbeit gerne auf sich, um die Notfalldosen für den Seniorenbeirat zu verkaufen. Darüber hinaus werden der Städtische Rettungsdienst und der Rettungsdienst Hagelstein die grünen Notfalldosen auf ihren Rettungswagen vorhalten und dann bei Bedarf an ihre Patienten weiterleiten. Auch das Deutsche Rote Kreuz wird die grüne Notfalldose sowohl in der Geschäftsstelle in Arnsberg und darüber hinaus durch „Essen auf Rädern“ ab dem 15. März verkaufen.

Der Seniorenbeirat und seine Kooperationspartner würden sich freuen, wenn sich noch weitere Institutionen dem Projekt „grüne Notfalldose“ anschließen würden. Einige haben bereits Interesse bekundet.

Ansprechpartner für interessierte Institutionen sind Katharina und Karl Wagner vom Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg, % 02931/938804 und Katharina Busch vom Deutschen Roten Kreuz, Telefon  02931/52000.

Verkaufsstellen für die grüne Notfalldose sind alle Arnsberger Stadtbüros sowie das Deutsche Rote Kreuz; (DRK), Hansastraße 17 in Arnsberg.

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