Menschen in ihrer Not unterstützen

Aufruf zur Caritas-Adventssammlung in Hüsten: Begegnungsorte sollen gefördert werden

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Für die Unterstützung der Caritaskonferenzen in der Pfarrei Hüsten werben Christian Stockmann, Jutta Schlinkmann-Weber, Barbara Reichenbruch, Ilona Wisse und Pfarrer Daniel Meiworm (v.li.).

Hüsten – Unter dem Leitwort „Zeichen setzen“ startet in wenigen Tagen die diesjährige Adventssammlung von Kirchengemeinden und Caritas, um die karitative Arbeit vor Ort zu unterstützen. Mit den Spenden, die jetzt auch als Überweisung möglich sind, sollen lokale Projekte in Hüsten realisiert werden.

„Der demographische Wandel hat dazu geführt, dass es in einigen unserer Caritaskonferenzen immer weniger ehrenamtliche Menschen gibt, die von Haus zu Haus gehen, um Spenden zu sammeln“, machte Christian Stockmann, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern, deutlich. 

Innerhalb der Pfarrei Hüsten sind nur noch die Caritaskonferenzen in Müschede und Herdringen aktiv, die auch in den kommenden Wochen persönlich Spenden sammeln. Doch auch in Hüsten selbst, in Bruchhausen, Holzen und der Oelinghauser Heide ist der Verband auf die Hilfe der Mitmenschen angewiesen, um soziale Projekte umsetzen zu können, die Menschen in sichtbarer und unsichtbarer Not helfen. Mangels Personal können hier seit 2018 keine Sammlungen vor Ort mehr durchgeführt werden. 

„Nicht immer ist die Armut offensichtlich, aber dennoch können wir bereits durch kleinste Zeichen der Nächstenliebe die Welt vor Ort ein bisschen verbessern. Auch wenn in den meisten Bereichen der Pfarrei Hüsten keine Sammlungen mehr durchgeführt werden können, möchten wir die Menschen dazu ermutigen uns durch mit einer Spende durch Banküberweisung zu unterstützen“, so Barbara Reichenbruch von der Caritaskonferenz Müschede. 

70 Prozent bleiben in der Pfarrgemeinde

Die Spenden bleiben zu 70 Prozent innerhalb der Pfarrgemeinde und werden gezielt für die Einrichtung von zwei Begegnungsorten in der Heilig-Geist-Gemeinde und in der St. Petri-Gemeinde verwendet: Bereits Anfang November wurde in der Gemeinde Heilig-Geist das Cafè „ZeitGeist“ eröffnet. „Mit diesem Angebot wollen wir auf die sich verändernden Lebenssituationen der Menschen in unserer Gesellschaft reagieren einen Ort der Begegnung schaffen, an dem sie sich unabhängig von ihrer Religion, ihrem Alter, ihrer Nationalität oder ihren finanziellen Möglichkeiten treffen und austauschen können“, schildert Pfarrer Daniel Meiworm. Im kommenden Jahr soll schon bald ein vergleichbares Angebot in der Gemeinde St. Petri entstehen. Auch dafür ist die Hilfe aus der Bevölkerung notwendig.

Die restlichen 30 Prozent der Sammlung werden für die Tätigkeitsbereiche des Caritasverbandes verwendet, die keine oder nur teilweise Fördermittel aus öffentlicher Hand erhalten, wie zum Beispiel die Flüchtlingsarbeit, die Hospizdienste oder die allgemeine Sozialberatung, die jedem offen steht. „Auch in Zukunft wollen wir die Menschen noch in ihrer seelischen Not unterstützen. Wir können dies aber nur mit Unterstützung von außen tun“, erklärt Stockmann.

Spenden für die Adventssammlung sind möglich auf folgendes Konto: Caritasverband Arnsberg-Sundern; IBAN: DE85 4726 0307 0010 8206 00 (BIS: GENODEM1BKC); Bank für Kirche und Caritas eG Paderborn; Stichwort „Caritas-Adventssammlung St. Petri Hüsten”

Die Öffnungszeiten des Café "ZeitGeist": Das Cafè ist immer dienstags von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet, sowie parallel zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer jeden zweiten Donnerstag im Monat von 13.30 bis 15 Uhr, jeden vierten Donnerstag im Monat von 17.30 bis 19 Uhr und jeden zweiten und vierten Mittwoch von 14 bis 15.30 Uhr mit Ausnahme von Feiertagen und innerhalb der Schulferien.

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