Unsägliches Leid gelindert

Ausstellung im Neheimer Rathaus erinnert an Leben und Wirken Franz Stocks

Peter Kleine vom Kulturbüro (li.), Frank Trompeter, Thomas Bertram und Michael Timmermann vom Franz-Stock-Komitee sowie Bürgermeister Ralf Paul Bittner (Mitte) kamen zur Eröffnung der Franz-Stock-Wanderausstellung. Foto: Gaby Decker

Neheim. Die Wanderausstellung über den Neheimer Franz Stock „Versöhnung durch Menschlichkeit“, die in der Kirche St. Michael begonnen hatte, wird nach vielen weiteren Stationen nun im Rathaus in Neheim gezeigt. Die Ausstellung erinnert an Stocks Leben und Wirken. Vielen Menschen hat er Trost und Hilfe gespendet und sie bis zu ihrem Tod begleitet.

Thomas Bertram vom Franz-Stock-Komitee hieß die Gäste willkommen, die zur Eröffnung ins Rathaus gekommen waren: „Das Rathaus ist der Mittelpunkt der Stadt und das Foyer bietet sich für diese Ausstellung an. Bürgermeister Bittner hat großes Interesse daran bekundet, dass diese Ausstellung hier her kommt.“ 

Dieser erklärte in seiner Rede: „Der Schwerpunkt dieser Ausstellung liegt auf der deutsch-französischen Aussöhnung. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron erinnerte Anfang 2018 an Franz Stock, dessen 70. Todestag sich 2018 jährte und der so viel für die Annäherung zwischen Franzosen und Deutschen getan hat. Franz Stock hat unsägliches Leid gelindert und über tausend von der Besetzungsmacht Verurteilte auf den Tod vorbereitet und bis zum Ende begleitet.“ Bittner wies auch auf das Stacheldrahtseminar hin, in dem Stock von 1945 bis 1947 circa 1000 junge Menschen auf ihre zukünftigen Aufgaben in einem neuen Europa vorbereitete.  Der Bürgermeister lobte die Ausstellung und erklärte, er werde sich zwischen seinen Terminen Zeit nehmen, um die Ausstellung eingehend anzusehen.  

Die Ausstellung besteht aus Medienwänden, auf denen Kindheit, Studium und Seelsorge Franz Stocks, die Gefängnisseelsorge in den Mont Valerien sowie die Gefangenschaft gezeigt werden. Die Benutzer eines Smartphones können über QR-Codes Filme ansehen. Zudem ist der Zugriff auf eine englische beziehungsweise französische Übersetzung möglich. 

Die nächsten Stationen werden der Mescheder Kreistag sein, die Kirche St. Walburga in Meschede und zwei Stationen in Dortmund. Ende des Jahres wird die Ausstellung im Landtag NRW gezeigt. Die Ausstellung im Rathaus in Neheim kann bis zum 10. Mai von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12.30 Uhr angesehen werden.

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