Mehrwert für Mieter

„Basis-Check“ der Verbraucherzentrale soll Energiesparpotenziale ans Licht bringen

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Energieberater Carsten Peters sowie die beiden AWG-Vorstände Werner Schlinkert und Herbert Herrig (v. l.) loben die Vorzüge des „Basis-Checks“.

Arnsberg/Hochsauerland. Wenn einmal im Jahr die Strom- oder Nebenkostenabechnung ins Haus flattert, gibt es bei vielen Mietern oder Hausbesitzern das böse Erwachen: Der Verbrauch war im vergangenen Jahr höher als erwartet und es werden saftige Nachzahlungen fällig. Um solche bösen Überraschungen zu verhindern und Einsparpotenziale zu entdecken, bietet die Verbraucherzentrale in Neheim den sogenannten „Basis-Check“ an. Für Mieter der Arnsberger Wohungsbaugenossenschaft (AWG) ist dieser im April sogar kostenlos.

Beim Basis-Check kommt ein anbieterunabhängiger Energieexperte in die Wohnungen von Privatleuten und informiert sie darüber, wie sie mit nur kleinen Anpassungen im Nutzerverhalten kostbare Energie und damit bares Geld sparen können. 

Dazu schauen sich die Berater zunächst die Heizkosten- und Stromabrechnungen an, um einen Eindruck zu bekommen, wie hoch der Energieverbrauch im Einzelnen ist. Danach werden die Elektrogeräte mit einem Messgerät unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche die größten „Stromfresser“ sind. „Dabei messen wir auch die Verbräuche im Standby-Modus und testen, wie viel beispielsweise Energiesparfunktionen einsparen können“, erklärt Energieberater Carsten Peters. Darüber hinaus wird auch der Heizenergieverbrauch unter die Lupe genommen. Die Energie-Experten der Verbraucherzentrale erfragen dazu die Gewohnheiten zur Gerätenutzung, zum Lüften und den Einstellungen an den Heizkörpern. 

Nach der „Bestandsaufnahme“ erhalten die Mieter dann individuelle Tipps, wo und wie sie am besten Energie einsparen können. Und damit die auch im Gedächtnis bleiben, gibt es im Anschluss an die Beratung einen Kurzbericht, in dem aufgeführt ist, wie die aktuelle Lage ist, und welche Maßnahmen ergriffen werden können. „Viele wissen es einfach nicht besser und sind dankbar über die fachliche Auskunft“, erläutert Peters. 

"Kleine Beträge summieren sich"

Die Sparmaßnahmen können sich sowohl auf den Strom- als auch auf auf den Heizenergieverbrauch beziehen. So empfehlen die Energieberater beispielsweise, Geräte immer vollständig auszuschalten und sie nicht im Standby-Modus laufen zu lassen. Auch am Kühlschrank gebe es erhebliches Einsparpotenzial, wenn man dessen Temperatur richtig regelt und nicht zu niedrig einstellt. Bei Spül- und Waschmaschinen müsse man vor allem darauf achten, dass man die Temperatur nicht zu hoch wählt und das Gerät möglichst voll befüllt. Aber auch im Bereich der Heizung könne durch effiziente Nutzung und richtiges Lüften bares Geld gespart werden. „Das sind zwar jeweils nur kleinere Beträge, aber die summieren sich über das Jahr“, schildert Peters. 

Der „Basis-Check“, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, dauert etwa eine Stunde und kostet 10 Euro. Für die Mieter der etwa 1250 Wohnungen der Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft ist er bis zum 30. April sogar kostenlos. „Wir möchten unsere Mieter dabei unterstützen, Energie und damit Kosten einzusparen“, erklärt AWG-Vorstand Werner Schlinkert. „Wir würden uns freuen, wenn viele Haushalte das Angebot in Anspruch nehmen“, ergänzt Vorstandskollege Herbert Herrig. Denn mit einer wertneutralen Energieberatung erziele die Genossenschaft einen Mehrwert für ihre Mieter – und böse Überraschungen bei den Jahresabrechnungen gehören der Vergangenheit an. 

Termine für den „Basis-Check“ können persönlich zu den Öffnungszeiten der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Burgstraße 5 in Neheim oder unter % 02932/5109701 vereinbart werden.

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