Seniorenbeirat will Erleichterung für Rettungsdienste schaffen

Beleuchtung für Hausnummern

Rettungsdienst, Feuerwehr und der Seniorenbeirat trafen sich in Bruchhausen, um die Idee der beleuchteten Hausnummern vorzustellen.

Eine Hausnummer, die so angebracht ist, dass sie gut lesbar ist, ist für Postboten, Paketservice und andere eine große Erleichterung. Eine Hausnummer, die noch dazu beleuchtet ist, kann, wenn es auf Minuten ankommt, lebensrettend sein.

Die Besatzung eines Rettungswagens muss so nicht kostbare Zeit damit vertrödeln, das Haus zu finden, in dem jemand Hilfe braucht.

Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg hat sich dieser Sache angenommen und ist bei der Stadtverwaltung mit diesem Anliegen vorstellig geworden. Den Hinweis darauf, dass der Rettungsdienst mit Navigationsgeräten arbeiten, mag Volker Wachholz vom Rettungsdienst Hagelstein bei der Pressekonferenz so nicht stehen lassen. „Gibt es einen Notfall in einem Neubau- oder Randgebiet, werden diese oft von den Geräten nicht erfasst. Außerdem kann es in der Eile zu fehlerhafter Bedienung kommen.“ Auch Peter Krämer, Pressesprecher der Arnsberger Feuerwehr, weiß aus Erfahrung, dass es gerade auf den Dörfern für den Rettungsdienst nicht immer einfach ist, eine angegebene Adresse zu finden. „Auch leicht verspielte Lösungen, ein Kupferschild mit der Hausnummer auf einem Stein, ist in der Dunkelheit unmöglich auszumachen“, macht Peter Krämer klar.

„Es ist eine behördliche Verordnung, dass die Hausnummer von der Strasse aus lesbar sein muss“, ergänzt Horst Thomas vom Seniorenbeirat. Allerdings soll die Beleuchtung keine Anordnung von „oben“ werden, ist man sich im Seniorenbeirat und bei den Rettungsdiensten einig. „Es sollte im eigenen Interesse liegen, dass die Hausnummer hell und damit in der Dunkelheit gut sichtbar ist“, erklärt Edwin Müller, Pressesprecher des Seniorenbeirats.

Vorsitzende Inge Nüsken erläutert, dass es inzwischen viele Menschen gibt, die alleine leben und vielleicht niemanden haben, der an der Straße den Rettungsdienst erwartet. So gebe es viele Gründe, über diese Initiative nach zu denken, die als Anregung von der Landesseniorenvertretung kam. Ausreichend finden es die Rettungsdienste, wenn die Hausnummern durch die Aussenbeleuchtung gut sichtbar sind. Ist das nicht der Fall, gibt es schon sehr preiswerte Lösungen. „Es ist kein großer finanzieller und auch kein großer handwerklicher Aufwand“, erklärt Edwin Müller. „Selbst in Solartechnik ist solch eine Beleuchtung relativ schnell anzubringen“, und verweist auf einige Beispiele im Ortsteil Bruchhausen.

Vorgeschrieben sind beleuchtete Hausnummern in Berlin, Brandenburg und Hamburg. Schleswig-Holstein empfiehlt den Kommunen, dies in ihre Satzung aufzunehmen. (Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)

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