Ziel ist Erhaltung, Sicherung und Weiterentwicklung der Altstadt

Rat beschließt Integriertes Handlungskonzept für die Arnsberger Altstadt

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Die Altstadt steht im Mittelpunkt des jetzt vom Rat beschlossenen Integrierten Handlungskonzeptes, das verschiedene Maßnahmen im öffentlichen Raum vorsieht.

Arnsberg – Nach den Beratungen in den vergangenen Wochen hat der Rat der Stadt in dieser Woche über das Maßnahmen- und Handlungskonzept „Integriertes Handlungskonzept für die Altstadt Arnsberg“ beschlossen.

Dies bedeutet, dass die Maßnahmen der ersten Umsetzungsstufe (2020 bis 2025) als Bestandteil des Integrierten Handlungskonzeptes für die Altstadt Arnsberg weiterentwickelt werden sollen. 

Die Verwaltung wurde zugleich mit der Ausarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel sowie mit der Einwerbung der Fördermittel beauftragt. Ferner wurde beschlossen, die Maßnahme „Jägerstraße“ (Umgestaltung mit Buscaps und Schutzstreifen für Radfahrer) aus planerischen Gründen in die erste Umsetzungsstufe vorzuziehen. Die Erhaltung, Sicherung und Weiterentwicklung der Altstadt Arnsberg ist das erklärte Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes. Um das städtebaulich-architektonische, einzigartige Ensemble Altstadt Arnsberg zu sichern und im Zusammenhang mit dem Schlossberg und dem Kloster Wedinghausen aufzuwerten, werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen – sowohl im öffentlichen Raum, im Hochbau als auch im Verkehr. Im Konzept werden beispielsweise genannt: Umgestaltung von Nebenanlagen des Steinwegs, weitere Möblierung für den Neumarkt („lebendiger Platz im Zentrum“), aber auch Prüfung der Anbindungsmöglichkeiten des Schlossbergs. Der eigentliche Umbau der Schlossruine ist im Konzept erst in der zweiten Umsetzungsstufe (2026 bis 2029) vorgesehen. 

"So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben"

Marie-Theres Schennen, CDU-Ratsfrau und Vorsitzende des Bezirksausschusses Arnsberg, sieht im Integrierten Handlungskonzept wichtige Maßnahmen für die Altstadt, die nicht zuletzt auch dem Tourismus zugute kämen. Ein Problem und dringenden Handlungsbedarf sieht sie derzeit im Parken in der Altstadt. „Abpollerei“ löse jedoch nicht das Problem, man sollte über eine neue Parkeinrichtung nachdenken, so die Politikerin. Das Parkproblem, das sich in den vergangenen Wochen seit der Öffnung des Sauerland-Museums zugespitzt habe, griff Bürgermeister Ralf Paul Bittner auf: „So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben“, machte er klar, und dankte auch Verena Verspohl (Grüne) für ihren Einsatz zu diesem Thema (der Kurier berichtete). Sie bekräftige noch einmal: „Wir brauchen eine schnelle, kurzfristige, einfache Lösung, um die Gefahrenstelle zu entzerren.“ Außer Frage stehe die Freude über die positive Resonanz auf die Ausstellung, machten die Redner deutlich. Der Bürgermeister sagte zu, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. 

„Charta Sauerland-Baukultur“ als Selbstverpflichtungserklärung

Welche Rolle Gebäude, Bebauung und Baukultur für eine attraktive und lebenswerte Stadt spielen, hat in den vergangenen zwei Jahren das Modellvorhaben „Sauerland-Baukultur“, an dem Arnsberg unter anderem in Kooperation mit dem Sauerland Tourismus und der Südwestfalen Agentur teilnahm, gezeigt. Der Rat hat nun nicht nur den Werkstattbericht zum Modellvorhaben „Sauerland-Baukultur | Strategien für Südwestfalen“ zustimmend zur Kenntnis genommen, sondern hat auch die „Charta Sauerland-Baukultur“ als Selbstverpflichtungserklärung angenommen. Die Charta bildet mit ihren zehn Grundsätzen die Basis für baukulturelles Handeln zum Erhalt und zur Weiterqualifizierung des baukulturellen Erbes sowie der innovativen Weiterentwicklung der Baukultur in der Stadt Arnsberg. Ferner unterstützt der Rat die Idee zur Einrichtung einer zentralen und dauerhaften Netzwerkstelle „Sauerland-Baukultur“ im Rahmen der Regionale 2025. 

Darüber hinaus sprach sich der Rat einstimmig für den „Heimat-Preis-Arnsberg 2020“ aus. Die Stadt werde sich um Fördermittel zu dessen Ausschreibung bewerben, um auch im kommenden Jahr engagierte und verdiente Initiativen rund um Heimatgeschichte auszuzeichnen. „Es gab sehr viel gute Resonanz. Der Preis ist ein schönes Instrument, um Initiativen in den Dörfern und der Stadt zu würdigen“, hob Bürgermeister Ralf Paul Bittner hervor.

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