Beratung über Möglichkeiten geht weiter

Bezirksausschuss Neheim diskutiert über künftigen Sportstätten-Standort

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Der Ruhr-Möhne-Sportplatz werde nach derzeitigem Stand in einem zukünftigen Sportstättenkonzept für Neheim keine Rolle spielen.

Neheim – Mit der Frage nach einem dauerhaften Standort einer Sportstätte für den vereinsbezogenen Fußballsport in Neheim beschäftigte sich der Bezirksausschuss in dieser Woche. In Frage kommen dabei das Binnerfeld und als ganz neue Variante das Schwiedinghauser Feld. Der Ruhr-Möhne Sportplatz an der Ackerstraße wurde aus Lärmschutzgründen hinten an gestellt.

Baudezernent Thomas Vielhaber erklärte, dass am Sportplatz an der Ackerstraße laut Gutachten Lärmschutzwände in einer Höhe von circa zehn Metern errichtet werden müssten, um die Vorgaben des Lärmschutzes zu erfüllen. „Da ist keinem mit gedient, wenn wir den Leuten hohe Wände vor die Fenster stellen.“ 

Die Sportstätte Binnerfeld ist in die Jahre gekommen. Der Fußballplatz ist kaum noch bespielbar. Hier steht zur Diskussion, dass sich der Sport – Vereine SC Neheim, FC Erlenbruch und TV Neheim sowie der Schulsport – am Binnerfeld konzentrieren. Es würde das östliche Spielfeld zurückgebaut und das westliche Spielfeld als Kunstrasenplatz modernisiert. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der FC Erlenbruch aus der Bestandslösung heraus den Platz an der Ackerstraße weiter nutzt und der SC Neheim auf dem zu modernisierenden westlichen Spielfeld bleibt. Bezirksausschussvorsitzender Klaus Humpe erinnerte daran, dass der SC Neheim an die Stadt heran getreten war mit dem Vorschlag, die Sportstätte Binnerfeld ganz aufzugeben, um hier weiteres Bauland für die Stadt frei zu machen. „Dies ist natürlich eine nicht zu unterschätzende Option“, so Thomas Vielhaber. 

Für den Fall, dass die Sportstätte Binnerfeld aufgegeben wird, ist eine ganz neue Lösung angedacht und wurde zur Diskussion gestellt. „Hier bietet sich von der Größe und vom schon vorhandenen sportlichen Umfeld das Schwiedinghauser Feld an“, erklärte Vielhaber. Mitglieder des Bezirksausschusses sprachen bei diesem Vorschlag die schlechte Erreichbarkeit für Kinder an. „Hier vertraue ich auf die Eltern, die ja auch in aller Regel die Kinder mit dem Auto zur Schule fahren“, so Vielhaber. „Für die, die diese Möglichkeit nicht haben, werden wir eine Lösung finden.“ 

Klaus Humpe ergänzte: „Mit einer Sportstätte im Schwiedinghauser Feld haben wir die Möglichkeit, dass sich eine Sportlandschaft ungestört entwickeln kann. Das Freibad und Tennisplätze sind ja schon da. Was die Verkehrsanbindung anbelangt, werden wir dieses Problem auch lösen.“ Allerdings, so machten Vielhaber und Humpe klar, werde es wohl noch ein paar Jahre dauern, bis man für eine neue Sportstätte im Schwiedinghauser Feld Planung und Finanzierung stehen habe. „Auf jeden Fall muss der Status Quo erhalten bleiben“, so Klaus Humpe, „denn die Vereine müssen ja Fußball spielen können“. Der Bezirksausschuss ließ sich alle Optionen offen und will sich in den nächsten Sitzungen weiter beraten. 

Der Bezirksausschuss hatte noch einige andere Punkte auf der Tagesordnung stehen. So berichtete Stadtförsterin Petra Trompeter über die Schäden im heimischen Wald, die durch die Trockenheit der beiden letzten Jahre entstanden sind. „Es gab 40 Prozent weniger Niederschlag in 2018 und 2019. Die Böden sind bis in 1,80 Meter Tiefe ausgetrocknet. Für ein weiteres Problem sorgt der Befall der Borkenkäfer. Pro weiblichem Borkenkäfer kommen etwa 100.000 Nachkommen in einem Jahr“, erklärte Petra Trompeter. 

Darüber hinaus ging es um die Nutzung der Realschule Neheim durch das Klinikum Hochsauerland. Es sollen einige Räume für die Pflegeschule genutzt werden. Der Bezirksausschuss bewertete dies positiv und wird den Punkt an den Finanzausschuss weiter geben. 

Der Antrag des CDU Ortsverbandes Neheim auf den Zusatz des Namens Franz Stock auf dem Ortsschild von Neheim wurde von der Verwaltung der Stadt negativ beschieden. Der Beschlussvorschlag wurde nach der Diskussion vom Bezirksausschuss ebenfalls abgelehnt. Es sollen andere Wege beschritten werden, um Franz Stock zu ehren und ihn bekannter zu machen.

Über die für den Winter in der Neheimer Innenstadt angekündigte Eisbahn informierte Citymanager Konrad Buchheister im Bezirksausschuss, dass das Eisvergnügen auf einer Gesamtfläche von 550 Quadratmetern auch Bahnen zum Eisstockschießen beinhalte. Die Eisbahn wird vom 29. November bis 5. Januar in Neheim stehen. Am 15. Dezember ist die erste Arnsberger Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen.

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