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Biotonne ab 2016 auch in Arnsberg

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Biotonne Arnsberg
„Biotonne schon bestellt?“ – Claudia Böckmann und Rainer Schörnich werben für die Mülltrennung im Stadtgebiet. © Rebecca Rath

Arnsberg. „Die Biotonne kommt! Auf Wunsch auch zu Ihnen“ – mit diesem Slogan werben die Technischen Dienste der Stadt Arnsberg ab sofort für die neue Biotonne, die es im Stadtgebiet Arnsberg ab dem 1. Januar 2016 auf freiwilliger Basis geben wird. Der Startschuss zur Umsetzung fiel im Juni diesen Jahres in der Ratssitzung.

Hintergrund ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das ab 2015 einen clusterbezogenen Leitwert von 150 Kilo Bio- und Grünabfall pro Einwohner vorschreibt – im Jahr 2014 waren es in Arnsberg 24 Kilo. „Eine solche Steigerung kann nur durch eine Sammlung des Abfalls erreicht werden“, erläutert Rainer Schörnich, Leiter der Technischen Dienste Arnsberg. Auch wenn die Biotonne auf freiwilliger Basis eingeführt wird – was dadurch möglich ist, dass es in Arnsberg seit vielen Jahren den Wertstoffbringhof gibt – ändert sich die Abfuhr der Restmülltonne für alle Arnsberger Bürger: Diese wird künftig ganzjährig nur noch alle vier Wochen abgefahren, die Biotonne ganzjährig alle zwei Wochen. Ein großer Teil, der bisher in der Restmülltonne landet, könne über die Biotonne entsorgt werden, erläutert Fachdienstleiterin Claudia Böckmann die Hintergründe der Umstellung. So könne die Umstellung auf den vierwöchigen Abfuhrturnus beim Restmüll im Laufe der Zeit zu Veränderungen bei den Gefäßen führen (beide Tonnen gibt es in der Größe 120 und 240 Liter). „Jeder Haushalt muss seinen Müllverbrauch überprüfen“, machen Böckmann und Schörnich deutlich. Die Kosten sind per „Flatrate“ in zwei Modellen jährlich zu bezahlen: Für die jeweiligen Entsorgungspakete werden für das Jahr 2016 folgende Gebühren fällig: eine Jahresgebühr von 144,83 Euro für den 120-Liter-Restabfallbehälter inklusive einem 240-Liter-Papierbehälter und einer freiwilligen Biotonne wahlweise 120 oder 240 Liter. Oder eine Jahresgebühr von 258,22 Euro für den 240-Liter-Restabfallbehälter inklusive einem 240-Liter-Papierbehälter und einer freiwilligen Biotonne wahlweise 120 oder 240 Liter. Die Einsammlung der Biotonne erfolgt mittels Seitenlader (wie bei der Altpapier-Tonne).

250 Bestellungen liegen bereits vor

Schon jetzt liegen den Technischen Diensten rund 250 Bestellungen für die Biotonne vor. „Wobei der Trend mit etwa zwei Dritteln zur 240-Liter-Tonne geht“, ergänzt Claudia Böckmann. Ziel sei es, in den ersten Jahren eine Anschlussquote von etwa 25 Prozent der Haushalte im Stadtgebiet zu erreichen. Die Abfallberatung der Stadt Arnsberg empfiehlt, die Vorbestellung von Biotonnen und Gefäßveränderungen bei Restmülltonnen bereits jetzt zu beantragen. Der Antrag kann durch den Grundstückseigentümer oder die Hausverwaltung im Internet, per Post oder persönlich im Stadtbüro gestellt werden. „Wichtig ist hierbei die Steuernummer, die auf dem Grundbesitzabgaben-Bescheid steht“, betont Rainer Schörnich. Die Auslieferung der Biotonne erfolgt dann ab dem 2. Januar. Die Abfuhrtermine sind dann im neuen Abfallkalender vermerkt, der ab Mitte Dezember an die Haushalte verteilt wird.

Folgende Tipps geben die Experten zur hygienischen Handhabung der Biotonne: • Die Biotonne sollte vor Frost und direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufgestellt werden. • Der Boden sollte mit Zeitungspapier ausgelegt werden. • Je trockener es in der Tonne ist, desto besser. • Der Behälterdeckel sollte immer geschlossen werden.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.arnsberg.de/abfall. Die Technischen Dienste sind unter Telefon 02932/201-4122, -4136 und -4137 sowie unter abfallwirtschaft@arnsberg.de zu erreichen.

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