Blumen und Brötchen auch sonntags kaufen

Gerd Stüttgen (SPD) für Änderung des Gesetzes

Arnsberg/Sundern. (SK)

"Das neue Ladenöffnungsgesetz der CDU-FDP-Koalition hat dazu geführt, dass kleine Bäckereien und einzelne Blumengeschäfte auch bei uns zu Ostern Umsatzrückgänge um bis zu 50 Prozent zu beklagen hatten, weil sie nach dem Willen der Regierung Rüttgers Ostersonntag geschlossen bleiben mussten." "Wir haben daher in der Sitzung der SPD-Landtagsfraktion eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, demnach an Pfingst- und Ostersonntag sowie am ersten Weihnachtstag Bäckereien und Blumengeschäfte Brötchen und Schnittblumen verkaufen können und die frühere Regelung des Ladenschlussgesetzes wieder greift", erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen in Düsseldorf.

Das Gesetz müsse bereits zu den Pfingstfeiertagen geändert werden, forderte Stüttgen. Ansonsten drohten den betroffenen Geschäften erneute Umsatzeinbußen.

Der SPD-Politiker betonte, dass die Gesetzesänderung nichts an der grundsätzlichen Kritik an dem Ladenöffnungsgesetz ändere: "Das Gesetz liberalisiert, wo es die Verbraucher nicht brauchen, die Beschäftigten jedoch belastet. Das belegen die ernüchternden Umsatzzahlen des Einzelhandels in den Abendstunden. Der Schichtdienst der Beschäftigten am Abend und an den Sonntagen in den großen Kaufhäusern behindert gemeinsame familiäre Aktivitäten und ein vitales Vereinsleben." Davon seien in Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 400.000 Beschäftigte und ihre Familien betroffen.

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