Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung

Feuerwehrmann bei Kellerbrand verletzt - fünftes Feuer innerhalb von zehn Tagen in einem Haus

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Bei Eintreffen der ersten Einheiten drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude.

Hüsten - Die Feuerwehr musste am Montagnachmittag zu einem Kellerbrand in einem Hochhaus in Hüsten ausrücken. Es war nicht das erste Feuer in diesem Gebäude. Jetzt ermittelt die Polizei.

Die Einsatzkräfte wurden nach Angaben der Feuerwehr gegen 15.30 Uhr zu dem Brand in dem Wohn- und Bankgebäude in der Adenauerstraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten drang demnach bereits dichter schwarzer Rauch aus den Fenstern. 

"Sofort rüsteten sich die Einsatzkräfte mit Atemschutz aus, gleichzeitig wurde eine Löschwasserversorgung über einen naheliegenden Unterflurhydranten aufgebaut", teilt die Feuerwehr mit. Das Feuer im Keller des Hochhauses konnte auf diese Weise schnell gelöscht werden. Anschließend lüftete die Feuerwehr das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter. 

Feuerwehr lobt Anwohner

Bei dem Einsatz wurden laut Feuerwehr ein Feuerwehrmann sowie zwei Bewohnerinnen des Gebäudes verletzt. "Letztere konnten allerdings nach einer Untersuchung vor Ort wieder zurück in ihre Wohnungen bzw. kamen bei Familienangehörigen unter", berichtet die Feuerwehr, die ein Lob an die Anwohner verteilt: "Positiv ist das Verhalten der Hausbewohner hervorzuheben. Trotz des stark verqualmten Treppenhauses sind alle in ihren Wohnungen oder auf den Balkonen geblieben." 

Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden, danach konnten die Wehrleute wieder einrücken. Vor Ort waren nach Feuerwehrangaben die Hauptwachen Neheim und Arnsberg, die Löschzüge Hüsten und Neheim sowie die Löschgruppe Müschede mit insgesamt 65 Einsatzkräften.  

Sachverständiger am Nachmittag vor Ort

Das Feuer war allerdings nicht das erste in diesem Gebäude: Wie die Polizei auf Nachfrage erklärte, habe es dort seit dem 17. August - also innerhalb von zehn Tagen - fünf Mal gebrannt. So hätten unter anderem Zeitungen in Briefkästen und im Aufzug oder eine Fußmatte in Flammen gestanden. Teilweise hätten sich diese Brände aber von selbst gelöscht, sodass keine Feuerwehreinsätze nötig gewesen seien.

Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Brandstiftung: "Wir haben das im Auge. Die Ermittlungen dauern an", berichtete Polizeisprecherin Laura Burmann im Kurier-Gespräch. Auch zur Brandursache am Montag liegen noch keine Erkenntnisse vor. Ein Brandsachverständiger geht am Dienstagnachmittag auf Ursachenforschung. 

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