Material flammt immer wieder auf

Hackschnitzel-Lager in Brand: Feuerwehr drei Tage lang immer wieder im Einsatz

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Voßwinkel - Brennende Hackschnitzel im Voßwinkler Gewerbegebiet "Gut Niehof" beschäftigten die Arnsberger Feuerwehr seit Freitagnachmittag drei Tage lang. Immer wieder mussten die Einsatzkräfte zu einem Lager ausrücken.

Wie die Feuerwehr berichtet, wurden die Hauptwache Neheim und die Löschgruppe Voßwinkel am Freitag gegen 16.30 Uhr zum ersten Mal alarmiert. "Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass aus einem Teilbereich der gelagerten Holzhackschnitzel Rauchwolken zu sehen waren. Im Innern des Hackschnitzellagers wurde eine erhöhte Temperatur festgestellt", erklärt Wehrleiter Bernd Löhr. 

Die Lagerstätte hat laut Feuerwehr ein geschätztes Volumen von etwa 28.000 Kubikmetern, mit den ungefähren flächenmäßigen Ausmaßen von rund 75 x 50 x 10 Metern. Da die Wärme schon tiefer in den Hackschnitzel-Haufen vorgedrungen war, wurde dieser mit einem Bagger und einem Radlader des Betreibers schichtweise abgetragen und anschließend abgelöscht. 

Zweiter Einsatz dauert fast 24 Stunden

"Aufgrund der Dauer des Einsatzes und der Höhe des Hackschnitzelhaufens entschloss die Einsatzleitung, entsprechende Verstärkung vom Löschzug Neheim mit einem Tanklöschfahrzeug sowie von der Löschgruppe Müschede mit dem Gerätewagen Licht nachzufordern", teilt die Feuerwehr mit. Der Betreiber und die Feuerwehr beendeten die gemeinsamen Maßnahmen gegen 1.30 Uhr.

Keine 24 Stunden später wurde die Feuerwehr aber am Samstagabend gegen 19.50 Uhr erneut zur Unterstützung des Betreibers angefordert. "Weitere Teile im Innern des teilweise hochverdichteten Materials waren erneut in Brand geraten und mussten mühsam mittels Bagger und Radlader auseinandergezogen und danach abgelöscht werden", berichtet Bernd Löhr. Dieser kräftezehrende Einsatz dauerte fast 24 Stunden bis zum späten Sonntagnachmittag. Dabei kamen zusätzlich Kräfte aus Bachum sowie der Hauptwache Arnsberg zum Einsatz. 

Am frühen Montagmorgen rückte die Feuerwehr gegen 5.30 Uhr zum insgesamt dritten Mal zu dem Hackschnitzellager aus, nachdem erneut Anrufen bei der Leitstelle eingegangen waren.

Geruchs- und Rauchentwicklung in der Umgebung möglich

"Der Betreiber hat nun die behördliche Auflage, die Hackschnitzel binnen der nächsten Tage abzulöschen und auf eine Ausgleichsfläche zu transportieren. Die erforderlichen Brandwachen sind ebenfalls durch den Betreiber zu gewährleisten", erläutert Bernd Löhr.

Aufgrund dieser umfangreichen Arbeiten könne es weiterhin zu Geruchs- und Rauchentwicklungen in der Umgebung kommen. "Die Polizei, der Hochsauerlandkreis sowie das städtische Ordnungsamt sind über diese laufenden Maßnahmen informiert", so die Feuerwehr abschließend.

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