Kein Trauort in Alt-Arnsberg

Sanierung des Alten Rathauses läuft bis Ende des Sommers

Bislang wird bei der Sanierung des Alten Rathauses in Alt-Arnsberg der Kostenrahmen eingehalten, jedoch liegen die Bauarbeiten nicht im Zeitrahmen. Die Fertigstellung ist daher Ende des Sommers geplant. Foto: Gaby Decker

Arnsberg. Die Sanierung des Alten Rathauses im Stadtteil Arnsberg läuft seit Ende November. Die Bauarbeiten begannen rund zwei Monate später als ursprünglich geplant, da es durch die gute Auslastung der Handwerksbetriebe zum Teil einen schlechten Rücklauf und somit einen kurzen Baustopp gegeben habe. Zu Beginn der Hochzeitssaison müssen somit viele Brautpaare auf eine Trauung in Neheim ausweichen.

Wie Jürgen Kilpert, Fachdienstleiter Gebäudemanagement der Stadt Arnsberg auf Kurier-Nachfrage berichtet, seien mittlerweile die Rohbauarbeiten zur Barrierefreiheit, der Aufzugsschacht und die damit verbundenen Ertüchtigungen am Verwaltungstrakt zur Hälfte abgeschlossen, „folgen werden die Sanierungsmaßnahmen zur Heizungs-, Sanitär-, Elektroinstallation und die damit verbundenen notwendigen Renovierungen sowie ein Fluchtweg aus dem historischen Rathaus.“

Die guten Nachrichten: Bisher sei es zu keinerlei Unvorhergesehenem durch die Besonderheit Bauen im Bestand im und am denkmalgeschützten Gebäude gekommen. Der Kostenrahmen von rund 1,45 Millionen Euro könne so eingehalten werden. Da die Arbeiten aus den genannten Gründen jedoch nicht im Zeitrahmen liegen und eine Fertigstellung für Ende des Sommers 2019 geplant ist, können einige Trauungen voraussichtlich nicht im beliebten Trauzimmer im historischen Rathaus stattfinden. „An einer Lösung für die vorzeitige Nutzbarkeit des Bürgersaales als Trauzimmer wird gearbeitet“, heißt es.

Wie Standesbeamtin Monika Knoche auf Anfrage berichtet, wurde vergangenes Jahr von April bis Ende Juli als Alternative das Peter-Prinz-Haus im Stadtteil Arnsberg genutzt. Ab August wurde dann der blaue Saal des Sauerlandmuseums angeboten. Seit Januar gibt es keine Alternative mehr als Trauort in Alt-Arnsberg. Als städtisches Trauzimmer steht zurzeit der Fresekenhof in Neheim zur Verfügung.

„Die beiden Trauzimmer in Alt-Arnsberg werden von den Brautpaaren schon sehr vermisst. Arnsberger heiraten meist einfach gerne in ihrem Stadtgebiet“, sagt Monika Knoche. Einer der Säle in Arnsberg sei eben auch sehr groß, sodass für bis zu 120 Personen Stühle aufgestellt werden können. Hinzu komme, dass dort ein langer Gang vorhanden ist, über den die Braut in den Saal geführt werden kann. „Auch das Glockenspiel und das Klavier im Trauzimmer bedeuten den Brautpaaren viel. Aber alle Brautpaare haben bislang verstanden, warum das Alte Rathaus aktuell nicht zur Verfügung steht.“

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