"Eiswiese" in Oeventrop - "Willkommenskultur" in Holzen

Bürgerregion am Sorpesee: Leader-Verein bringt drei neue Projekte an den Start

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Der Vorstand des Vereine „Leader sein“ tagte jetzt in Neuenrade, um neue Projekte in Augenschein zu nehmen.

Arnsberg/Sundern. Der Vorstand des Vereins „Leader sein“ hat in seiner jüngsten Sitzung in der Villa am Wall in Neuenrade zwei Projekte aus Arnsberg sowie ein überregionales Projekt des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis positiv bewertet. Alle drei Projekte werden im nächsten Jahr an den Start gehen.

Die „Eiswiese“ in Arnsberg-Oeventrop ist ein Projekt der Stadt Arnsberg in Zusammenarbeit mit der Initiative Oeventrop (INO). Im Zuge der dortigen Renaturierungsmaßnahme soll ein außerschulischer Lernort zum Thema „Klimawandel und Gewässer“ entstehen. Lerntafeln, Lernstationen und eine neue Website helfen, die Folgen des Klimawandels auf die Region aufzuzeigen. An verschiedenen Stationen wie beispielsweise einer Wetterstation, ausgewählten Sträuchern und Bäumen sowie einem blauen Klassenzimmer zur Gewässeruntersuchung können Schüler wie auch Radtouristen aktiv das Phänomen „Klimawandel“ erforschen. Der Begriff „Eiswiese“ stammt übrigens aus einer Zeit, als auf den überfluteten Wiesen im Winter das Wasser gefror und dieses Eis dann in einer nahegelegenen Höhle zur Kühlung von Bier genutzt wurde. 

„Willkommenskultur in Holzen!“ – so lautet eine neue Projektidee aus der Bürgerschaft im Arnsberger Ortsteil Holzen. Mit dem Projekt möchten aktive Holzener die bisherigen Aktionen und Integrationsbemühungen vertiefen und mithilfe moderner Medien erweitern. Ziel ist es, die Identität der ansässigen Bürger mit ihrem Ort zu erhöhen sowie Bürger in Holzen willkommen zu heißen. Hierzu ist geplant, in einer „Konferenz“ mit allen Interessierten neue Wege zu finden, wie Menschen auf Holzen aufmerksam gemacht und wie Neubürger verstärkt in die Dorfgemeinschaft integriert werden können. So sollen sowohl Geschichten und Besonderheiten des Dorfes als auch aktive Vereine und Einrichtungen in einer übersichtlichen Broschüre und einer digitalen Plattform dargestellt und vermittelt werden. 

Das Naturschutzzentrum des Märkischen Kreises möchte mit dem Projekt „Südwestfalens blühende Vielfalt“ helfen, die Artenvielfalt heimischer Apfel-, Birnen- und Kirschsorten zu erhalten. Zunächst wird die Geschichte und der Werdegang heimischer Obstsorten untersucht und kartiert. In einem zweiten Schritt werden diese regionalen Obstsorten veredelt und vermehrt, um sie Obstwiesenbesitzern als Bäume oder als Reiserveredlung kostengünstig anzubieten. Ziel des Projektes ist es, neue Streuobstwiesen anzulegen und bestehende Wiesen aufzuwerten, um so das Landschaftsbild und die historische Obstvielfalt positiv zu verändern. Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt von insgesamt sechs Leader-Regionen in Südwestfalen und wird bis Anfang 2023 laufen.

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