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Ein Bund mit Abraham

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Thomas Bertram, Bernd Schüttelhöfer, Brigitta Weber-Bange, Pfarrer Udo Arnoldi und Klaus Schüppstuhl vom Jägerverein stellten das Konzept der Ausstellung vor.  Foto:G.D.
Thomas Bertram, Bernd Schüttelhöfer, Brigitta Weber-Bange, Pfarrer Udo Arnoldi und Klaus Schüppstuhl vom Jägerverein stellten das Konzept der Ausstellung vor. Foto:G.D.

Wenn in einer Synagoge über andere Synagogen eine Ausstellung zu sehen ist, ist dies schon bemerkenswertes. Die Neheimer Synagoge wird ab November für einige Wochen eine Wanderausstellung aufnehmen. Pünktlich am 9. November, wird diese Ausstellung zur Erinnerung an die Pogromnacht eröffnet.

Thomas Ridder, der die Ausstellung konzipiert hat, wird die Bräuche und das Leben und Leiden der jüdischen Bevölkerung, noch näher erklären. Diese Ausstellung wird ein erneuter Höhepunkt in den wechselnden Angeboten zum 9. November sein. Die Synagoge begleitet einen jüdischen Menschen sein ganzes Leben lang. Hier beginnt sein religiöses Leben. Als Kind schon wird er in den Bund mit Abraham aufgenommen, hier liest er mit dreizehn Jahren als Bar Mitzwa zum ersten Mal aus der Thora und hier lassen sich Mann und Frau trauen.

Das ständig brennende Licht beim Thoraschrein, das Lesepult, "Bima" genannt, der Ort für die Lesungen aus der Thora und vieles mehr wird als Fotografie bei der Ausstellung zu sehen sein.

Der Dienst in der Synagoge, der öffentliche Gottesdienst, der vom Wort geprägt wird, auch dies sollte ein interessantes Thema in der Ausstellung sein.

Von der Antike bis zu Gegenwart wird auch die Art des Synagogenbaus beleuchtet. Nach 1945 wurde ein neuer Stil geprägt. Sie knüpften nicht mehr an alte Formen an. Funktion und Technik bestimmten von nun an die Bauweise der Synagogen.

Die Ausstellung beginnt am 5. November und endet am 26. November. Katholische wie Evangelische Kirchengemeinden, Bildungswerk und Akademie sowie Privatpersonen beteiligen sich an der Ausstellung. Ganz besonders sollen Jugendliche angesprochen werden. Schulklassen ab der fünften Klasse aufwärts bekommen Termine nach Vereinbarung. Nach der Ausstellung in Neheim wird wird das Laurentianum noch einmal für zwei Wochen die Ausstellung zeigen.

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