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Bundesnotbremse: Stadt in engem Austausch mit Schulen

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Im Gespräch über die Auswirkungen der Bundesnotbremse auf den Schulbetrieb: (v.l.) Jochen Krautstein (Fachdienstleiter Schule), Verena Verspohl (stellvertretende Schulleitung Gymnasium Laurentianum) und Bürgermeister Ralf Paul Bittner. © Stadt Arnsberg

Der Bundestag hat am vergangenen Mittwoch die vierte Fassung des Infektionsschutzgesetzes, die sogenannte Bundesnotbremse, beschlossen – und damit auch mögliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über dem Schwellenwert von 165 liegt, müssen Schulen wieder in den Distanzunterricht gehen.

Arnsberg – Hierzu steht die Stadt Arnsberg in engem Austausch mit allen Schulen vor Ort.

Der Bundesrat erteilte am Donnerstag seine Zustimmung, sodass das Gesetz gestern in Kraft treten konnte.

„Einheitliche Grenzwerte“

Bürgermeister Ralf Paul Bittner betont: „Wir kennen die Sorgen und Nöte der Eltern auf der einen Seite, aber auch die der Schulleitungen und Lehrer auf der anderen Seite. Die Bundesnotbremse gibt nun einheitliche Grenzwerte vor. Das vereinfacht die Orientierung, dennoch müssen wir sensibel auf die lokalen Infektionszahlen gucken und uns, je nach Entwicklung, entsprechend positionieren.“

Sieben-Tage-Inzidenz von 100

Das aktuelle Gesetz legt fest, dass Präsenzunterricht auch bei einer Überschreitung des Schwellenwerts einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 möglich bleibt. Unabhängig von der Inzidenzzahl müssen weiterhin zwei Corona-Tests bei den Lehrkräften und Schülern durchgeführt werden.

Inzidenz drei Tage über 165

Liegt die Inzidenz drei Tage in Folge über 165, müssen Bildungseinrichtungen schließen. In diesem Fall werden, wie schon während vergangener Schließungsphasen, Angebote für Notbetreuungen und digitale Unterrichts- und Lernangebote geschaffen. Für Abschlussklassen, das heißt Klassen, die mit einer Abschlussprüfung enden, kann weiterhin Präsenzunterricht ermöglicht werden.

Die Schulen haben ihre Wege gefunden, mit der Situation umzugehen.

Verena Verspohl

Die Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Schulbetrieb hat die Bildungseinrichtungen in den letzten Monaten immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, so auch das Kollegium des Gymnasium Laurentianum.

Verena Verspohl, Stellvertretende Schulleiterin und Ratsmitglied: „Die Schulen haben ihre Wege gefunden, mit der Situation umzugehen. Der permanente Wechsel zwischen Präsenz-, Distanz und Wechselunterricht konnte am Laurentianum und an mittlerweile vielen weiteren Schulen durch die Lernplattform gut gestaltet werden. Die Entscheidung der Stadt für itslearning war eine wirklich gute. In der aktuellen Situation zeigt sich, dass vor allem die Unsicherheit der Schulgemeinschaft nicht gut tut. Wir brauchen verbindliche Regeln und klare Perspektiven. Deswegen ist die einheitliche Regelung durch den Bund nun gut und es ist wichtig, dass die Schulen eng mit der Stadt zusammenarbeiten und kommunizieren. Wir gehen da gerade gemeinsam einen guten Weg für die Kinder in der Stadt.“

Jochen Krautstein, Fachdienstleiter Schule, ergänzt: „Für alle Entscheidungen gilt: Wir agieren städtischerseits immer gemeinsam in Absprache mit den Schulen.“

„Verantwortungsvoll und flexibel“

Ralf Paul Bittner: „Unser gemeinsames Ziel muss es weiter sein, neue Infektionen zu vermeiden. Das bleibt weiterhin eine Kraftanstrengung, die wir gemeinsam in Arnsberg meistern müssen. Unsere Schulen haben in den letzten Monaten bewiesen, dass sie verantwortungsvoll und flexibel mit der jeweiligen Situation und Rechtslage umgehen. Hierfür möchte ich mich ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken.“

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