Antrittsbesuch in NRW endet bei der Bezirksregierung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft ehrenamtlich Engagierte in Arnsberg

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kam mit seiner Frau Elke Büdenbender nach Arnsberg, um sich hier mit ehrenamtlich engagierten Bürgern zu treffen.

Arnsberg. „Ohne Sie wäre dieses Land nicht dasselbe. Deshalb nutze ich diesen Empfang nicht nur, um ihnen Respekt zu zeigen für das was Sie tun, sondern um Ihnen von hier aus ganz herzlichen Dank zu sagen.“ Das betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am frühen Dienstagabend bei einem Empfang für ehrenamtlich engagierte Bürger in der Bezirksregierung Arnsberg. Dies war gleichzeitig die letzte Station seines Antrittsbesuchs in NRW.

„Ich sage bei öffentlichen Reden gelegentlich, Politiker können noch so gut sein, am Ende hängt die Lebensqualität in Orten wie Arnsberg, aber auch an vielen anderen Orten in Deutschland, noch viel mehr davon ab, ob es da Menschen gibt, die sich um mehr kümmern als nur um sich selbst. Und das sind ganz viele“, so der Bundespräsident. „Oft sind es gar nicht die ganz großen Organisationen, es gibt auch unzählige viele kleine Initiativen, manchmal auch Einzelpersonen, von denen wir auch jetzt bei der Antrittsreise wieder viele erlebt haben“, nahm Frank-Walter Steinmeier Bezug auf seine zweitätige Reise durch NRW, die ihn neben Arnsberg unter anderem nach Düsseldorf, Aachen, Duisburg, Altena und Dortmund führte.

Begleitet wurde der Bundespräsident von seiner Frau Elke Büdenbender, die genau wie er selbst aus Westfalen kommt. Eine Antrittsreise zum „Kennenlernen“ sei für ihn, der hier aufgewachsen sei und NRW kenne, nicht notwendig gewesen. Die Reise habe aber doch einen tieferen Einblick in das Land, „Wo stehen wir? Was verändert sich atmosphärisch?“ und in die unterschiedlichen Regionen geboten, so der Bundespräsident.

Ministerpräsident Armin Laschet sprach unter anderem über die Bedeutung von Südwestfalen.

Die Bedeutung von Nordrein-Westfalen hatte zuvor Ministerpräsident Armin Laschet hervorgehoben. Er spannte den Bogen von den weltweit agierenden erfolgreichen Unternehmen in Südwestfalen – „eine Region, in der Heimatverbundenheit verbunden ist mit dem Blick in die Welt“ – zum Ehrenamt. „Gerade diese Familienunternehmen sind meistens sehr eng verankert mit ihrer Stadt. Wenn da etwas zu organisieren ist, dann kann man nochmal bei dem Unternehmer anfragen, meistens ist der noch im Schützenverein und ganz eng mit Stadt verbunden.“ Es zeichne Südwestfalen aus, dass die Familienunternehmer hier mitten in der Gesellschaft leben.

Nach dem offiziellen Teil freute sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf persönliche Gespräche mit den Engagierten aus dem gesamten Regierungsbezirk.

Schnell war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach dem Ende der Reden von den engagierten Bürgern umringt.

In NRW engagieren sich immer mehr Menschen freiwillig. Mit rund sechs Millionen Menschen sind nach Angaben der Landesregierung 41 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren ehrenamtlich tätig. Die meisten Menschen engagieren sich im Bereich Sport und Bewegung (14,7 Prozent), rund die Hälfte engagiert sich freiwillig für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche, gefolgt von Bürgerschaftlicher Arbeit für Familien und für ältere Menschen. Auch wenn sich in NRW sehr viele Menschen ehrenamtlich engagieren, gebe es immer noch einen großen Bedarf an Helfern in verschiedenen Bereichen, heißt es weiter.

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