3240 Stunden Eigenleistung: SV Hüsten weiht Kunstrasenplatz ein

„Darauf sind wir stolz“

Nachwuchsfußballer von Hüsten 09 überreichten Bürgermeister Hans-Josef Vogel zwei Luftaufnahmen des Sportzentrums Große Wiese.

Das Lob war einhellig: Es ist ein Schmuckstück mit besonderer Ausstrahlung. Der neue Kunstrasenplatz in Hüsten wertet nicht nur das Sportzentrum Große Wiese, sondern auch die Stadt Arnsberg auf.

„Das Zentrum ist eine Wohlfühloase“, sagte Uwe Schulte, der Vorsitzende des SV Hüsten 09, bei der offziellen Einweihung des Kunstrasenplatzes und erntete breite Zustimmung.

Einig waren sich nämlich Offizielle, Gäste und Besucher: Die Sportstätte mit Stadion, Kunstrasen, Tennenplatz, Finnenbahn, Solepark mit Kneipp-Becken und dem Freizeitbad „Nass“ ist eine anspruchsvolle Anlage mit Zukunft und ein Mittelpunkt mit Vorbildcharakter. „Das Zentrum ist einzigartig im Sauerland“, betonte Schulte weiter. Das sah auch Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel so, der besonders das „bürgerschaftliche Engagement“ der Hüstener lobte.

„Hier ist viel bewegt worden“

„Hier ist angepackt und viel bewegt worden“, meinte Vogel mit Blick auf den Kunstrasenbau. Insgesamt 340.000 Euro kostet der Bau: 230.000 Euro investierte der Verein, 110.000 Euro kamen von der Stadt. Die Helfer des Vereins arbeiteten insgesamt über 3240 Stunden bei der Installierung der Außenanlagen, der Pflasterung und Umzäunungen – ehrenamtlich versteht sich. „Darauf sind wir stolz“, meinte Rainer Müller, neben Schulte Chef des Vereins.

Diese Mentalität der Sauerländer habe unlängst auch Bundespräsident Gauck bei seinem Besuch in Arnsberg gelobt, so Vogel, der auch einen Blick in die Vereinsgeschichte nahm. „Im Gründungsjahr des Vereins 1909 wurde auf der Wiese von Deimann gespielt, 106 Jahre später wird auf dem herrlichen Kunstgrün gekickt.“ Als Präsent des Vereins erhielt Vogel zwei Luftaufnahmen der Großen Wiese. „Die werden natürlich einen angemessenen Platz im Rathaus finden“, freute sich der Bürgermeister.

Anleihen beim Sport nahmen auch Pfarrer Dietmar Röttger und Pastorin Ulrike Rüter, die beim stilvollen Festakt dem neuen Platz den kirchlichen Segen erteilten. „Auch in der Bibel gibt es eine Bildsprache des Sports“, erklärte Röttger und zitierte dabei den Apostel Paulus aus dem 1. Korinther-Brief. Sinngemäß heißt es darin: „Lauft so, dass ihr den Kranz gewinnt ... Unser Siegeskranz ist unvergänglich.“ Die beiden Vorsitzenden Uwe Schulte und Rainer Müller haben gemeinsam mit vielen Freiwilligen, Sponsoren und der Stadt einen „weltlichen Kranz“ gewonnen und sich „einen Traum“ erfüllt. Sechs Jahre dauerte es, bis der Traum Realität wurde.

Es ist der zehnte Kunstrasenplatz im Stadtgebiet. (Von Paul Senske, neheim@sauerlandkurier.de)

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