Portemonnaie und Handtasche erbeutet

Besonders dreister Diebstahl: Unbekannte beklauen blinde Frau und Rollstuhlfahrerin

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Symbolfoto

Neheim - Dreister geht es nicht: In der Neheimer Fußgängerzone wurden in den vergangenen Tagen zwei Menschen mit Handicap beklaut. Die Polizei bittet um Hinweise.

Der erste Diebstahl geschah nach Polizeiangaben am 1. Oktober gegen 12 Uhr. Eine 78-jährige Arnsbergerin erledigte zu diesem Zeitpunkt einen Einkauf in einer Metzgerei. "Nach dem Bezahlen steckte die geh- und sehbehinderte Frau ihr Portemonnaie in ihre Tasche und legte diese in das Netz ihres Rollators. Beim Bezahlen im nächsten Geschäft bemerkte die Frau den Diebstahl", berichtet die Polizei.

Der zweite Fall ereignete sich am Montag (7. Oktober). Eine 54-jährige Rollstuhlfahrerin hielt sich in der Neheimer Innenstadt auf, als sie gegen 10.10 Uhr von einem Unbekannten angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt wurde. Nachdem sie dem Mann geantwortet hatte, ging er weiter. "Erst im Nachhinein bemerkte die Frau aus Ense das Fehlen ihrer Handtasche. Vermutlich wurde sie durch den Mann abgelenkt, damit ein zweiter Täter die Handtasche aus dem Netz ihres Rollstuhls stehlen konnte", teilt die Polizei mit.

Der Mann, der die Rollstuhlfahrerin angesprochen hatte, wird folgendermaßen beschrieben: Er war rund 1,80 Meter groß und etwa 40 Jahre alt, hatte braune Augen und dunkelbraunes, volles Haar. Er trug zum Tatzeitpunkt eine dunkle, hüftlange Jacke und einen braunen Pullover. Hinweise zu beiden Fällen nimmt die Polizei in Arnsberg unter 02932/90 200 entgegen. 

Diese Tipps gibt die Polizei

Die Polizei warnt: "Diebe nehmen keine Rücksicht auf Alter oder körperliche Beeinträchtigungen!" Deshalb empfiehlt sie: "Augen auf und Tasche zu! Durch Aufmerksamkeit, gesunde Skepsis und richtiges Verhalten kann sich jeder gegen Taschendiebe schützen!" 

Handtaschen sollten niemals niemals an den Einkaufswagen oder Rollator gehängt werden. Auch Geldbörsen sollten nicht im Einkaufswagen, in der Einkaufstasche oder im Trolley abgelegt werden. "Wertsachen sollten am besten in Innentaschen oder noch besser, in einem Brustbeutel mitgeführt werden. Führen Sie auch nur so viel an Bargeld mit, wie sie brauchen", rät die Polizei. 

Sollte die Bankkarte gestohlen worden sein, kann diese bundesweit über die einheitliche Telefonnummer 116 116 gesperrt werden. "Informieren Sie unverzüglich Ihr Geldinstitut und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei", heißt es. Auch für Außenstehende hat die Polizei einen Tipp: "Kümmern Sie sich um Menschen, die bestohlen wurden und bieten Sie ihnen Hilfe an."

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