"Beide Regionen gewinnen"

"Digitaler Brückenschlag": Südwestfalen Agentur und Wirtschaftsförderung Dortmund kooperieren

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Die Kooperationsvereinbarung unterzeichneten Pascal Ledune und Thomas Westphal von der Wirtschaftsförderung Dortmund sowie Andreas Müller und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur (v.l.).

Arnsberg/Südwestfalen. Die digitale Kompetenzlandschaft Südwestfalen soll sichtbarer werden. Dies ist ein Ergebnis des finalen Fachimpulses vor dem Startschuss für Projekte der Regionale 2025. Am Montagabend trafen sich rund 100 Vertreter von Kommunen, Wirtschaft und verschiedenen Institutionen der fünf Kreise in Südwestfalen zum Austausch bei der Firma Trilux in Arnsberg. Gründer und Mitglieder der digitalen Szene diskutierten dabei mit lokalen Wirtschaftsvertretern über den Ist- Zustand digitaler Kompetenzen in Südwestfalen und künftige Bedarfe. Darüber hinaus unterzeichneten Südwestfalen Agentur und Wirtschaftsförderung Dortmund eine Kooperationsvereinbarung.

„Wir müssen die heutigen Kompetenzen mit denen der digitalen Welt verbinden“, wies Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südwestfalen Agentur, bereits in seiner Begrüßung auf Chancen und Herausforderungen hin. Daher sollten die Kompetenzen der Region zusammengebracht werden. Der gesamte Prozess solle von der Region mitgestaltet werden. 

Prokuristin Dr. Stephanie Arens (l.) und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur (r.) moderierten die Fachimpulse.

In den Fachimpulsen ging es dann unter anderem um Bedarfslagen in der südwestfälischen Wirtschaft. Die Redner hoben hervor, dass Unternehmen offen seien für Kooperationen. Joachim Geiger von der Firma Trilux machte aber deutlich: „Digitale Transformation kann nicht funktionieren, wenn sie ein ‘Projekt’ bleibt.“ Beim Thema „Digitale Szene in Südwestfalen?!“ hoben die Vertreter lokaler IT-Firmen hervor, dass die Vernetzung direkt vor der Haustür anfange: „Wir haben hier extrem viel gute Kompetenz, aber die Quote lokaler Kunden ist unterdurchschnittlich“, machte Guido Sauerland von der Firma nexoma deutlich. Hier stimmte Andreas Rother, Präsident der IHK Arnsberg Hellweg-Sauerland mit ein: „Es ist an der Zeit, den vernetzten Gedanken zu leben. Wir müssen ihn nur sichtbar machen.“ Dies war am Ende auch ein Kernergebnis des Abends: die digitale Kompetenzlandschaft entstehen zu lassen durch das Sichtbar machen bereits bestehender Angebote und Netzwerke. 

Die Erkenntnisse des Abends fließen nun in den Kompass zur Regionale 2025 ein, der Ideengebern helfen soll, zukunftsfähige Projekte für Südwestfalen zu verwirklichen. Dieser wird am 12. Oktober beim Südwestfalen Forum in Hilchenbach vorgestellt. Dann fällt auch der Startschuss für die Projekt-Phase. 

„Digitaler Brückenschlag“ 

Das zweite Schwerpunktthema des Abends, das Knüpfen von Partnerschaften, setzte die Südwestfalen Agentur dann mit der Kooperationsvereinbarung mit der Wirtschaftsförderung Dortmund selbst direkt in die Tat um. Ziel des „digitalen Brückenschlages“ ist es, die Vernetzung und Kooperation zwischen südwestfälischen Unternehmen, den Dortmunder Hochschulen und Start-ups auszubauen und den Wissenstransfer zwischen den Regionen zu verstärken. „Dortmund ist ein digitaler Kompetenzknoten. Ich bin davon überzeugt, dass beide Partner von dieser Partnerschaft auf Augenhöhe profitieren“, sagte Andreas Müller für die Südwestfalen Agentur. „Der starke Produktions- und Innovationsstandort Südwestfalen will sich als international erfolgreiche, digital gut aufgestellte Industrieregion profilieren, Dortmund als starker Technologie- und Innovationsstandort. Dafür können wir auf bestehende Netzwerke zurückgreifen. Durch das Zusammenlegen der Kompetenzen gewinnen beide Regionen“, erklärte Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. 

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Mit der Kooperationsvereinbarung haben sich Südwestfalen Agentur und Wirtschaftsförderung Dortmund auf einen strategischen Arbeitsrahmen geeinigt, der als transparente Arbeitsgrundlage für zukünftige gemeinsame Projekte dient. Beide Partner wollen damit zudem Akteure aus den Regionen einladen, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Perspektiven auch interregional zu suchen und finden. Erste gemeinsame Aktion soll die Einrichtung eines Newsletters sein, um über Perspektiven zu informieren und Bedarfe und Interessen abzufragen, kündigte Regionalmanagerin Marie Ting an.

Weitere Informationen rund um die Südwestfalen Agentur und die Regionale 2025 gibt es HIER

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