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Lkw sorgen für weitere Schäden: Dinscheder Brücke bekommt eine Schranke

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Die Dinscheder Brücke in Oeventrop wird durch eine Schranke weiter verengt. Das soll verhindern, dass Lkw über die Brücke fahren.
Die Dinscheder Brücke in Oeventrop wird durch eine Schranke weiter verengt. Das soll verhindern, dass Lkw über die Brücke fahren. © Gaby Decker (Archiv-Foto)

Oeventrop - Auf der Dinscheder Brücke in Oeventrop, die seit Dezember 2016 für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt ist, gibt es "weitere verkehrseinschränkende Maßnahmen", wie Straßen.NRW mitteilt. Eine Schranke soll verhindern, dass weiter Lkw über die marode Brücke fahren.

"Zur Unterbindung der Befahrbarkeit durch Lastkraftwagen muss die Brücke auf eine Fahrzeugbreite von 2,10 Meter beschränkt werden. Hierfür wird auf beiden Seiten der Brücke eine Schrankenanlage errichtet, die in diesem Bereich die Fahrbahnbreite einengt", heißt es in einer Pressemitteilung des Landesbetriebs Straßen.NRW. Rettungs- und Betriebsdienstfahrzeuge sowie der Linienbusverkehr bleiben demnach aber weiterhin von der Sperrung der Dinscheder Brücke befreit: "Die Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung erhalten eine Möglichkeit die Schranken zu betätigen." 

Die weitere Überwachung müsse dann zeigen, welche Auswirkungen diese Ausnahmen auf die Dauerhaftigkeit der Brücke haben werden. Straßen.NRW beginnt nach eigenen Angaben "in den nächsten Tagen" mit der Montage der Schrankenanlage auf der Dinscheder Brücke, die im Verlauf der L735 (Glösinger Straße) über die Ruhr in Oeventrop führt. Eingeschaltet und aktiviert werde die Anlage dann am Dienstag, 18. Februar. 

Dinscheder Brücke: "Zustand wiederholt signifikant verschlechtert"

"Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift hat bei einer Brückensonderprüfung festgestellt, dass sich der Brückenzustand wiederholt signifikant verschlechtert hat. Um die Verkehrssicherheit und eine Befahrbarkeit der Brücke bis zum Ersatzneubau weiterhin zu gewährleisten, sind zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung der angeordneten Beschränkung für Lastkraftwagen zwingend erforderlich", begründet der Landesbetrieb die neue Maßnahme. Die Überwachung des schlechten Zustandes werde bereits über ein installiertes, automatisiertes Monitoring an der Dinscheder Brücke sichergestellt, durch das eine fortlaufende Messung an fünf Rissen dokumentiert werden könne.

Die Dinscheder Brücke ist seit Dezember 2016 für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Seit gut einem Jahr wird darüber hinaus der Verkehr nur noch einspurig über die Brücke geführt. "Jetzt muss zur Sicherstellung des Durchfahrverbotes für Lastkraftwagen die Breite weiter reduziert werden", erklärt Straßen.NRW. 

Dinscheder Brücke: Weitere Einschränkungen möglich

Zu dieser aktuellen Entwicklung hatte die Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift nach eigenen Angaben zu einem Informationsaustausch eingeladen: "Nach einer intensiven Diskussion wurde durch den Landesbetrieb eine Möglichkeit gefunden, Rettungsfahrzeuge im Einsatzfall, Betriebsdienstfahrzeuge und den Linienbusverkehr weiterhin zuzulassen, gleichzeitig aber die Benutzung durch andere Lastkraftwagen zu unterbinden", heißt es. Straßen.NRW werde die verkehrlichen Auswirkungen und den Zustand des Bauwerkes nach der Installation der Schranke beobachten und "gegebenenfalls weitere Einschränkungen im Hinblick auf die Benutzung der Dinscheder Brücke vornehmen".

Im Rahmen einer turnusmäßigen Überprüfung wurden Mängel an der Bauwerkssubstanz und der damit verbundenen Dauerhaftigkeit der Dinscheder Brücke festgestellt. Eine Instandsetzung des im Jahr 1933 erbauten 4-Feld-Bauwerkes ist laut Straßen.NRW nicht mehr wirtschaftlich, so dass ein Ersatzneubau erforderlich ist.

Die Planung dafür liegen im Zeitplan, wie der Landesbetrieb mitteilt: "Das Baurecht für den Ersatzneubau inklusive der Behelfsbrücke wird Mitte 2020 erwartet. Parallel dazu wird die Ausschreibung derzeit vorbereitet. Ein Baubeginn, der die Erstellung der Behelfsbrücke beinhaltet, wird derzeit für Anfang 2021 erwartet".

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