Investition in Entwicklung der Ortskerne

Dorferneuerungsprogramm 2021: Diese Projekte in Arnsberg und Sundern werden gefördert

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Wenig einladend sieht die Fläche „In den Oeren“ nahe des Sportplatzes in Oeventrop aktuell aus. Mit den Fördermitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm soll sich das bald ändern.

Gute Nachrichten für die Entwicklung zweier Arnsberger Stadtteile sowie für verschiedene Projekte rund um Schützenhallen in Arnsberg und Sundern: Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW hat in dieser Woche die Förderprojekte des aktuellen „Dorferneuerungsprogramms 2021“ bekannt gegeben.

Arnsberg/Sundern - Dazu gehören auch zwei Projekte im Rahmen der lokalen Entwicklungskonzepte IKEK | „Die Arnsberger Dörfer“ in Bruchhausen und „DIHK Oeventrop“.

„Damit gewinnen wir zusätzliche Sicherheit für die Perspektive der Entwicklung beider Ortskerne“, freut sich Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner. Auch Klaus Fröhlich, verantwortlich für den Bereich Nachhaltige Dorf- und Stadtentwicklung, begrüßt die Neuigkeiten aus Düsseldorf: „Jetzt können wir direkt in die Planung der Projekte vor Ort gehen.“ Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms 2021 erhalten zwei Arnsberger Förderanträge einen Zuschlag:

Das Vorhaben „Umgestaltung des Bereichs Klausen-/Rodentelgenstraße“ in Bruchhausen wird mit 79.000 Euro der Landesmittel gefördert. Mithilfe der Anlieger wurde der Förderantrag bearbeitet, mit dessen finanzieller Zuwendung der öffentliche Verkehrsbereich als Mischfläche umgestaltet werden soll. Die Rodentelgenkapelle, an der jüngst die Restaurierung der Aussenfassade abgeschlossen wurde, soll dabei als lokales Wahrzeichen in die Gestaltung des öffentlichen Raums einbezogen werden.

In Oeventrop fließen Fördermittel in Höhe von 196.000 Euro in Projekte zur „Freiflächengestaltung und Angebotserweiterung In den Oeren“. Das zuvor gemeinsam mit lokalen Akteuren, Politik und Verwaltung entwickelte Konzept sieht eine Aufwertung des Sportareals vor. Neben der Umgestaltung der Grünflächen sollen hier ein neuer Naturspielplatz und eine Calisthenics-Anlage (Krafttraining ohne zusätzliche Gewichte zum Beispiel an Stangen) entstehen. „Wir werden das weitere Vorgehen nun verwaltungsintern abstimmen und die Vergabe der einzelnen Maßnahmen vorbereiten“, erläutert Klaus Fröhlich die nächsten Schritte. Weitere Informationen zum Projekt „In den Oeren“ gibt es unter www.arnsberg.de

459.000 Euro Fördermittel für Arnsberg

Darüber hinaus profitieren von dem Dorferneuerungsprogramms 2021 auch einige private Maßnahmenträger. In Arnsberg werden demnach Projekte rund um zwei Schützenhallen je mit 63.000 Euro beziehungsweise 121.000 Euro gefördert. Insgesamt fließen somit Fördermittel in Höhe von 459.000 Euro nach Arnsberg.

Auch Projekte in Sundern profitieren von dem Dorferneuerungsprogramm 2021. So kann die Schützenbruderschaft Stockum mit 103.000 Euro ihre Schützenhalle erhalten und verbessern: „Neben technischen Erneuerungen sind insbesondere eine Bühnenerweiterung, die Errichtung eines Vorstandsraumes sowie die Modernisierung der WC-Anlagen geplant. Der Verein und seine Mitglieder haben diese Maßnahmen unter großem ehrenamtlichen Einsatz erarbeitet“, erläutert der heimische Landtagsabgeordnete Klaus Kaiser.

Darüber hinaus gibt es 25.000 Euro für die Sanierung eines Dorfgemeinschaftsraums 25.000 Euro sowie 6000 Euro für die „Freilegung ursprünglicher Bausubstanz zur Entwicklung zu einem ortsbildprägenden Gebäude“ im Stadtgebiet Sundern. Insgesamt stehen für Sunderner Projekte somit 134.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Arnsberg profitiert auch von „Städtebauförderprogramm 2021“

Ebenfalls in dieser Woche hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen auch das „Städtebauförderprogramm 2021“ und den „Investitionspakt Sportstätten 2021“ veröffentlicht: In diesem Jahr werden 294 Projekte in 214 Städten und Gemeinden vorbehaltlich des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarung 2021 zwischen den Ländern und dem Bund bewilligt. Daraus erhält die Stadt Arnsberg 5,7 Millionen Euro – eine der höchsten Einzelfördersummen kreisangehöriger Städte – für die Rathaussanierung. Konkret gefördert wird hier der Ersatzneubau Flachtrakt Rathaus. 302.000 Euro gehen darüber hinaus nach Sundern für den Hubboden des Hallenbads Sundern.

Gute Nachrichten auch für die Sportvereine: Der Investitionspakt „Sportstätten 2022“ läuft weiter. Für alle 2021 nicht bewilligten Projekte muss kein neuer Antrag gestellt werden, so der Hinweis des Ministeriums. Sie können jedoch weiter qualifiziert werden. Die Bezirksregierungen kommen im Laufe des Sommers 2021 auf die entsprechenden Kommunen zu.

Hintergrund zu den Förderprogrammen

Mit dem Förderprogramm „Dorferneuerungsprogramm 2021“ unterstützt die Landesregierung NRW 344 Projekte in 145 Gemeinden mit rund 28,5 Millionen Euro. Unter dem Leitgedanken „Menschen machen Dorf“ investiert die Landesregierung in ländliche Räume und dörflich geprägte Kommunen. So soll in diesen Regionen der öffentliche Raum gestärkt werden und die Bedeutung generationenübergreifende Orte des gesellschaftlichen Zusammenlebens zunehmen.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen gibt es auch unter www.mhkbg.nrw.de

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