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Strengste Sicherheitsvorkehrungen bei Dreharbeiten für Sisi-Film in Herdringen

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Von: Claudia Metten

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Schloss Luftbild Kinofillm
Das Schloss Herdringen – hier eine Luftaufnahme aus unserem Archiv – bot die Kulisse für Szenen zum Kinofilm „Sisi und ich“, der im Herbst 2022 starten soll. © Archivfoto: Schmitz

Straßen sind gesperrt, das Schloss Herdringen ist abgeriegelt. Hinter seinen Mauern fanden Anfang dieser Woche Dreharbeiten für einen neuen Sisi-Kinofilm statt. Das Filmteam schottete sich bewusst von der Öffentlichkeit ab. Der SauerlandKurier ließ sich davon nicht abschrecken.

Arnsberg – Der Himmel ist grau verhangen und das bunt gefärbte Laub fällt von den Bäumen, ein leichter Windhauch ist wie eine Feder sanft auf der Haut zu spüren. Die Türme von Schloss Herdringen streben majestätisch gen Himmel. Es ziemt wie ein Bild aus einem Märchen. Kein Wunder, dass sich ein Filmteam ausgerechnet diese Umgebung für den Dreh eines neuen Sisi-Kinofilms ausgesucht hat.

Das Schloss Herdringen auf den Kino-Leinwänden dieses Landes – so soll es kommen. Im Herbst 2022 soll der historische Film mit dem Titel „Sisi und ich“ seinen Bundesstart feiern. Doch welche Szenen dafür in Herdringen gedreht werden, das bleibt auch vor Ort ein gut gehütetes Geheimnis. Vor den Toren des Schloss Herdringen ist die Szenerie Anfang dieser Woche längst nicht so idyllisch wie drinnen. Straßensperrungen, Umleitungen und überall Security, ein Gefühl wie vor einem Gefängnis.

Szenen sollen Reise nach England zeigen

Es herrschen strengste Sicherheitsvorkehrungen. Schauspieler, Statisten und Akteure sind mit FFP2-Masken am Set auszumachen, die Rede ist von regelmäßigen Corona-Tests mehrmals pro Woche. Nach passgenauen Vorgaben werden alle Vorschriften der Versicherung während der Filmproduktion im Schloss Herdringen umgesetzt, heißt es von dem Produzenten des Films; damit sollen alle Eventualitäten einer Corona-Infektion ausgeschlossen werden.

Mehr ist vor Ort nicht herauszubekommen. Der Rest entstammt den bisherigen Vorab-Meldungen – zum Beispiel diese, dass die Film-Firma das Schloss Herdringen mit angrenzender Kulisse als geeignet empfunden und ausgewählt habe, um die Reise der österreichischen Kaiserin nach England zu drehen.

Film von Frauke Finsterwalder

Zum Inhalt des Films heißt es bisher, dass in dem Film von Frauke Finsterwalder die Geschichte von Sisi aus der Sicht ihrer Hofdame Irma beschrieben werden soll.

Gezeigt werden soll darin ganz ohne Klischees eine Frau, die völlig unabhängig von ihrem Gatten Kaiser Franz-Joseph jahrelang durch Europa reiste. Eine junge österreichisch-ungarische Kaiserin, die ihrer Zeit weit voraus war, sechs Sprachen beherrschte, Kraftsport betrieb und nicht gewillt war, sich der höfischen Etikette zu unterwerfen. Die Hauptrollen spielen Sandra Hüller als Irma und Susanne Wolff als Sisi.

Beide sind Anfang der Woche für Schaulustige die meiste Zeit über weder zu erblicken, geschweige denn vor die Kamera zu bekommen. Herdringen wird sich wohl oder übel gedulden müssen, bis der Kinofilm oder die ersten Ausschnitte dazu veröffentlicht werden.

Freude beim Arnsberger Stadtmarketing

Beim Arnsberger Stadtmarketing ist derweil die Freude darüber groß, dass das Schloss bald erneut auf großen Leinwänden zu sehen sein wird: „Wir freuen uns darüber, dass Arnsberg als Kulisse für den neuen Sisi-Film ausgewählt wurde. Das macht unsere Stadt wieder noch etwas bekannter und zeigt die touristischen Qualitäten, die wir hier haben“, sagt Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers.

„Schon mehrfach ist in der Geschichte an diesem Ort gedreht worden, und die Edgar Wallace-Filme am schwarz-weißen Schloss Herdringen sind vielen Filmfreunden noch in bester Erinnerung geblieben. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, wenn wir hier Unterstützung als Stadt geben können.“

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