Bezirksregierung übergibt Förderbescheide an Neue Arbeit Arnsberg

„Einsatz ist doppelt sinnvoll“

Freuen sich auf ökologisch gestaltete Flussbereiche: Abteilungsleiter Bernd Müller und NAA-Vorsitzende Erika Hahnwald.

Mit insgesamt 180.400 Euro unterstützt das Land die Bemühungen der Arbeitsloseninitiative „Neue Arbeit Arnsberg e. V.“ für Renaturierungen von Gewässern in Arnsberg-Oeventrop. Abteilungsleiter Bernd Müller von der Bezirksregierung Arnsberg übergab die Zuwendungsbescheide jetzt an die Erste Vorsitzende der Neuen Arbeit Arnsberg Erika Hahnwald.

Mit einer jeweils 80-prozentigen Förderung sind 94.500 Euro für Arbeiten zur naturnahen Gestaltung der Ruhr in Arnsberg-Oeventrop im Bereich des Flugplatzgeländes bestimmt, berichtet die Neue Arbeit Arnsberg in ihrer Mitteilung. Im betroffenen Gewässerabschnitt wird die Ruhr im Anschluss an das von der NAA durchgeführte Projekt auf einer Gewässerstrecke von über 700 Metern weiter entfesselt. Hierzu wird das rechtsseitige Ufer durch kleinräumige Abgrabungen und den Einbau von Totholz ökologisch aufgewertet. Zusätzlich sollen aufgrund des allgemeinen Defizites an Flusskies in der Ruhr an der linksseitigen Böschung und im Gewässer Kiesdepots eingebaut werden. Die neu geschaffenen Uferbereiche werden vorrangig der natürlichen Entwicklung überlassen.

Weitere 75.900 Euro mit einer ebenfalls 80-prozentigen Förderung sind für die Renaturierung und strukturelle Entwicklung der Möhne im Stadtteil Neheim. Im betroffenen Gewässerabschnitt von Flusskilometer 0,550 bis 1,35 befinden sich drei Querbauwerke, die ökologisch durchgängig umgestaltet werden sollen. Weiterhin ist von Flusskilometer 0,900 bis 1,1 die Entfesselung des linksseitigen Ufers und eine circa 200 Meter lange Laufverzweigung vorgesehen. Zusätzlich sollen auch hier, aufgrund des allgemeinen Defizites an Flusskies in der Möhne an der rechtsseitigen Böschung und im Gewässer Kiesdepots eingebaut werden. Auch das Einbringen von Totholz ist geplant. In den neu geschaffenen Uferbereichen werden junge Erlen und Weiden eingebracht, unter anderem um die erneute Ausbreitung von Japanischem Knöterich zu unterdrücken.

Ebenfalls ist für 2016 eine Auenanbindung der Möhne im Bereich Möhnesee Völlinghausen als kleinere ökologische Entwicklungsmaßnahme geplant. Mit einer Projektsumme von 10.000 Euro (80-prozentige Förderung) sollen hier die Möhne und ihre Aue wieder strukturell aufgewertet und die Durchgängigkeit der Aue verbessert werden.

Müller: „Der Einsatz ist doppelt sinnvoll – ökologisch und wirtschaftlich-sozial: Langzeitarbeitslose werden beschäftigt, zusätzlich qualifiziert und für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht.“

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