„Dörte“ geht in den Verkauf 

Entenrennen steht am Kloster Wedinghausen in den Startlöchern

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Direkt unter dem Dachstuhl der Klosterkirche laufen gerade die spannenden Arbeiten. Zur Vorstellung des zweiten Entenrennens machten sich jetzt Matthias Brägas (Sparkasse), Probst Hubertus Böttcher, Christoph Regniet (Kirchenvorstand) und Jörg Werdite (Volksbank) ein Bild von den bereits erfolgten Restaurierungen.

Arnsberg. Der zweite Bauabschnitt am Kloster Wedinghausen in Arnsberg läuft seit vier Wochen. In der Klosterkirche wird eifrig unter dem Dach gearbeitet, neue Geheimnisse am alten Kloster kommen zutage. Die Mittel für die Arbeiten kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Zudem steht ein neues Entenrennen für das Kloster in den Startlöchern.

„Diese Kirche steckt voller Überraschungen“, sagte die Denkmalschützerin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Bettina Heine-Hippler, bei der Vorstellung der Neuigkeiten und des nächsten Entenrennens. Das soll auch in diesem Jahr nicht nur dem Spaß dienen, sondern neben der Spendensumme, mit der durch den Verkauf der Enten gerechnet werden kann, auch eine wichtige Botschaft nach draußen tragen: Die Arnsberger Bürger stehen geschlossen hinter dem Projekt „Kloster Wedinghausen“. Ganz wichtig, so erklärt Dr. Heine-Hippler, für die weitere finanzielle Unterstützung am Kloster.

Für alle Beteiligten an dem Projekt ist schon seit Langem klar: Das ehemalige Kloster Wedinghausen ist eine große Herausforderung, für die es finanzielle und – mindestens genauso wichtig – auch ideelle Unterstützung gibt. Die erhofft sich der Kreis aus Denkmalschützern, Propst Hubertus Böttcher und Christoph Regniet vom Kirchenvorstand vor allem durch ein weiteres Entenrennen. Am Sonntag, 29. September, ist es wieder soweit: Unter der Beobachtung Hunderter Arnsberger werden die Rennenten an der Klosterbrücke ins Wasser gelassen und schwimmen bis zum Natur-Erlebnis-Raum, wo sie von Helfern der Feuerwehr Arnsberg wieder aus dem Wasser gefischt werden.

In diesem Jahr ist es nicht mehr die Zimmermanns-Ente, die zuletzt die Bauarbeiten am Kloster auch symbolisch gezeigt hat. 2019 geht beim Entenrennen die Engelente „Dörte“ an den Start. Mit Engelsflügeln und Heiligenschein will sie ihren Beitrag für das Gelingen der Restaurierung leisten. „Die Ente ist ein Projekt, das alle Menschen in Arnsberg mobilisieren kann“, sagt Propst Hubertus Böttcher. Denn nur gemeinsam in enger Zusammenarbeit von Bistum, Stiftung, Bürgern und Helfern vor Ort könne man die große Maßnahme am Kloster Wedinghausen weiter umsetzen und sich Mittel für die Zukunft der Arbeiten sichern.

Baustellenführungen im Kloster geplant

Im vergangenen Jahr hat das mit der Ente schon ganz gut geklappt. „Wir hatten im Vorfeld 2.500 Enten verkauft, es wurden aber nur etwa 1.000 Enten zu Wasser gelassen“, erinnert Dr. Heine-Hippler. Für die zweite Auflage des Entenrennens, das im September in Verbindung mit dem Arnsberger Grafenbegängnis stattfindet, habe man schon wieder Enten in einer Auflage von 2.000 Stück bestellt, weiß Christoph Regniet vom Kirchenvorstand St. Laurentius Propstei. 

„Wir können aber noch nachbestellen“, so Regniet. Erst einmal würden die Enten zu großen Teilen über Unterstützer in den Verkauf gehen. Die Volksbank Sauerland und die Sparkasse Arnsberg-Sundern bringen sich ein und verkaufen je 750 Rennenten namens „Dörte“ über ihre großen Geschäftsstellen in Oeventrop, Arnsberg, Hüsten, Neheim und Sundern. Für jede verkaufte Ente legen die Geldinstitute noch einmal fünf Euro für das Kloster drauf.

Das Mitspielen soll sich für die Arnsberger nicht nur aus Gründen der Unterstützung für das Kloster lohnen: Es gibt auch Preise für die schnellsten Enten zu gewinnen. Von einem Reisegutschein über ein Candlelight-Dinner bis zu zehn Gutscheinen des LWL für Museumsbesuche in ganz NRW reichen die Gewinne. Zahlreiche Unternehmen werden für weitere Preise sorgen.

Damit die Arnsberger auch sehen, was mit den Spenden passiert, ist für das Kloster eine Baustellenführung geplant. Allein 70 Führungen hat Propst Böttcher seit dem Start der Arbeiten schon gegeben. Weitere sollen bis unter das Dach der Klosterkirche und über die historischen Gewölbe führen. Dort wurden bereits im Schutt und Schiefer spannende Dinge gefunden. Aus diesen Funden habe man schon einige Befunde abgeleitet, so Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler. Damit es noch mehr werden können, setzt man auf die tatkräftige Unterstützung der Arnsberger.

Der Verkauf der Enten startet am Montag, 22. Juli.

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