"Schlabberkappes" am 1. und 2. Juni

Erstes Nachhaltigkeitsfestival bietet Raum für Visionen

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Der Güterschuppen am Bahnhof wird beim „Schlabberkappes – Arnsberger Nachhaltigkeitsfestival 2018“ zum Ort, wo Ideen, Projekte und Visionen entwickelt werden sollen, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Arnsberg. Der Güterschuppen am Bahnhof Neheim-Hüsten wird zum Bahnhof der Utopien. Zwei Tage lang werden der BUND Arnsberg, die Caritas Arnsberg/Sundern, die Verbraucherzentrale NRW sowie die Stadt Arnsberg ihn mit Leben füllen. Hier entsteht das „Schlabberkappes – Arnsberger Nachhaltigkeitsfestival 2018“. Das Festival will informieren, anregen und die Besucher einbinden und mitmachen lassen.

Der Schlabberkappes beginnt am Freitag, 1. Juni, mit der ersten Arnsberger Unkonferenz mit der Arnsberger Nachhaltigkeitsstrategie im Mittelpunkt. Das Ziel ist, neue Ideen, Visionen und Projekte zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln. Diese könnten in das Maßnahmenprogramm zur Arnsberger Strategie einfließen. Bürgermeister Ralf Paul Bittner wird das Festival eröffnen. Danach gibt es Impulsvorträge. Ab 14 Uhr bietet die VHS Arnsberg/Sundern eine BarCamp-Session an. Es gibt bis zu zehn freie Workshops-Slots. Vorschläge können ab sofort unter vhs@vhs-arnsberg-sundern.de eingereicht werden. Dafür sind Name, Titel der Session, eine Kurzbeschreibung und gegebenenfalls die SDGs, die zu der Session passen, einzusenden. 

Ab 17.30 Uhr gibt es eine „Schnippeldisco“. Hier wird das Thema Lebensmittelverschwendung auf eine genussvolle Ebene gebracht. Das Gemüse wird in einem Foodtruck zubereitet und gemeinsam gegessen. Die Teilnehmer sollen nach Möglichkeit ein Brettchen und ein Schneidemesserchen mitbringen. Das Ganze wird von einem DJ begleitet. Anschließend ist Zeit für einen Kinofilm: „Zeit für Utopien“. Damit auch die Kinder etwas von diesem Tag haben, gibt es während der Unkonferenz eine Kinderbetreuung durch den Tiggeshof (Ainkhausen) und die Verbraucherzentrale NRW. 

"Markt der guten Güter" am Samstag 

Am Samstag, 2. Juni, gibt es den „Markt der guten Güter“. Er wird unterstützt durch die Aktionstage Klimaschutz des Umweltministeriums. Der Markt zeigt nachhaltige und klimafreundliche Arnsberger Initiativen, Projekte und Produkte und er soll zum Mitmachen anregen. Organisiert wird der Markt unter anderem von der BUND-Ortsgruppe Arnsberg. Es nehmen teil das Repair Café, die Pflanzentauschbörse, die SWAPParty (Kleidertauschbörse), die Verschenk- und Tauschbörse und das Begleitmobil Arnsberg. Die Möglichkeit Musik und Kleinkunst aufzuführen, eben selbst kreativ tätig zu werden, bietet eine Teppichbühne. Wer mitmachen will, kann sich unter a.witte@arnsberg.de anmelden. 

Eine Fortsetzung zum Thema Nachhaltigkeit bietet am Montag, 4. Juni, der Energiestammtisch Extra mit der „Guerilla-Photovoltaik“ um 19.30 Uhr im Peter-Prinz-Bildungshaus. Die Verbraucherzentrale erklärt, warum man nicht nur auf Dächern oder anderen Freiflächen Photovoltaik installieren kann, sondern auch Module auf einem Balkon und wie man als Mieter diese Art der Stromerzeugung nutzen kann (Anmeldungen unter arnsberg.energie@verbraucherzentrale.nrw). Stadtplaner Thomas Vielhaber erklärte, warum man auf den Güterschuppen gekommen ist: „Dies war früher der Ort der Stückgutabfertigung. Jetzt befindet sich das Gebäude im Besitz der Stadt Arnsberg. Der Schlabberkappes ist eine Zwischennutzung des Gebäudes. Außerdem wollen wir mit der Nutzung auch auf dieses Quartier hinweisen.“ 

Hintergrund

In den vergangenen zwei Jahren hat ein Arnsberger Bündnis für Nachhaltigkeit im Projekt „Global nachhaltige Kommune in NRW“ eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Hiermit sollen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) mit Leben gefüllt werden. „Wir wollen eine generationengerechte Entwicklung unserer Stadt ermöglichen und unseren Beitrag zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung leisten“, erklärt Sebastian Witte (Zukunftsagentur der Stadt Arnsberg). 

Der Begriff „Schlabberkappes“ bedeutet „Etwas schlabbern“ im Sinne von nachhaltiger Ernährung, Synonym für nachhaltige Lebensstile. Das Wort „Kappes“ steht sprichwörtlich für das „Unsinnige, Sinnfreie“ – wofür Visionen oft gehalten werden.

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