Feierliche Investiturmesse

Europa-Schützen nehmen zwei Sauerländer in ritterliche Gemeinschaft auf

+
Pastor Volker Staskewitz wurde mit dem Piis Meritis in Bronze als Geistlicher aufgenommen.

Bremke/Hüsten/Monschau - Im Rahmen der Herbsttagung der Europäischen Gemeinschaft historischer Schützen (EGS) in Monschau in der Eifel wurden im Rahmen einer feierlichen Investiturmesse jetzt neue Mitglieder in die Ritterliche Gemeinschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen. Unter den 23 neuen Mitgliedern der Ritterschaft sind auch zwei Sauerländer.

Pastor Volker Staskewitz, Präses der Schützenbruderschaften Bremke, Reiste und Wenholthausen wurde mit dem Piis Meritis in Bronze als Geistlicher in die Gemeinschaft aufgenommen. Dirk Mikolajczak aus Hüsten gehört der Gemeinschaft nun als Ritter an. Mikolajczak war von 2015 bis 2018 Europaprinz, also gewissermaßen der europäische Jungschützenkönig.

Die Aufnahme in die ritterliche Gemeinschaft erfolgt zweimal jährlich im Rahmen einer feierlichen Investiturmesse durch den so genannten Ritterschlag. In diesem Jahr nahm Prinz Charles-Louis von Merode (Prior der Bruderschaft) in Vertretung des Großmeisters Erzherzog Karl von Habsburg-Lothringen die Investitur und den Ritterschlag vor.

Dirk Mikiolajczak aus Hüsten gehört der Gemeinschaft nun als Ritter an.

Vor dem Ritterschlag, bei dem sie als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit auch das Ritterkreuz der Gemeinschaft erhalten, bekennen sich die Kandidaten zu den ritterlichen Tugenden und verpflichten sich, ihr Leben an diesen Tugenden auszurichten. Der Leitspruch der Ritterschaft lautet: „Für Gott, für ein vereinigtes, christliches Europa, für das Leben.“ Auf diese Grundsätze ist auch die Regel der Ritterschaft aufgebaut, die für alle Mitglieder der Ritterschaft verbindlich ist. Das persönliche Engagement des einzelnen Mitgliedes in allen Bereichen der Gesellschaft wird in dieser Regel der Ritterschaft eingefordert. Ebenso wird der ökumenische Gedanke und Glaubenstoleranz sowie die untadelige Lebensweise der einzelnen Mitglieder eingefordert.

"Aufforderung zum Dienst, und nicht zur Eitelkeit"

Die Ritterschaft wurde im Rahmen des Europaschützenfestes 1985 in Eupen/Malmedy ins Leben gerufen. In die Ritterschaft können Menschen aufgenommen werden, die sich um die Weitergabe des christlichen Glaubens einsetzen und im Schützenwesen aktiv sind. Dabei ist es nicht erforderlich, auf Vereins- oder Verbandsebene eine Vorstandstätigkeit inne zu haben, das reine Engagement im Schützenwesen ist Voraussetzung. Denn die Aufnahme in die Ritterschaft ist keine Auszeichnung im Sinne einer Ehrung. Im Investiturtext heißt es denn auch: „Nun seid ihr vollwertige Mitglieder unserer Gemeinschaft. Empfangt jetzt die Insignien eurer Zugehörigkeit, die euch aber als Aufforderung zum Dienst und nicht zur Eitelkeit leiten sollen“.

Interessierte Schützen, die sich gerne in dieser, der EGS angegliederten Gemeinschaft engagieren möchten, können sich an die Kreisvorstände wenden, die den Kontakt zur EGS herstellen. Bei jeder der beiden Investituren werden maximal 25 neue Mitglieder in die Gemeinschaft aufgenommen. Die Schirmherrschaft über die Gemeinschaft liegt in den Händen ihres Großmeisters, seiner kaiserlichen und königlichen Hoheit Erzherzog Karl von Habsburg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare