Schaden im sechsstelligen Bereich

"Fressnapf" bleibt nach Feuer länger geschlossen - Polizei geht von Brandstiftung aus

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Die Flammen schlugen aus dem Dach des "Fressnapf"-Gebäudes.

[Update] Hüsten - Der "Fressnapf"-Markt in Hüsten wird nach dem Brand in der Nacht zu Mittwoch länger als gedacht geschlossen bleiben müssen, weil der Schaden offenbar größer als angenommen ist. Die Polizei hat nun auch eine Vermutung zur Brandursache.

Update vom 28. März, 10.41 Uhr: Die Kunden von "Fressnapf" in Hüsten müssen nach dem Feuer deutlich länger auf andere Tierbedarfsläden ausweichen: Wie die Mitarbeiter auf Kurier-Nachfrage erklärten, wird der Markt an der Arnsberger Straße voraussichtlich noch vier Wochen geschlossen bleiben - genaue Angaben dazu könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden. 

Nach Unternehmensangaben seien "umfangreiche Aufräumarbeiten, die insbesondere das Wohl von Mensch und Tier im Fokus haben" der Grund für die längerfristige Schließung. "Wir bitten unsere treuen Kunden um Verständnis, dass diese Arbeiten nach dem großen Schrecken eine Weile in Anspruch nehmen werden. Wir sind bestrebt, so bald wie nur möglich wieder zu öffnen, machen aber keine Abstriche bei der Sicherheit unserer Kunden, der Tiere und unserer Mitarbeiter", berichtete Bezirksleiterin Gloria Weber. Die Mitarbeiter vor Ort sprachen von einem "größeren Schaden", der behoben werden müsse.

Und tatsächlich: Die Brandermittler der Polizei, die am Mittwoch vor Ort waren, schätzen den Sachschaden auf einen Betrag im sechsstelligen Bereich, also mindestens 100.000 Euro. Sie haben bei ihren Ermittlungen aber auch Hinweise auf die Brandursache finden können. "Wir gehen aktuell von Brandstiftung aus", berichtete Polizeisprecherin Laura Burmann.

Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichtersttattung:

Nächtlicher Einsatz für die Arnsberger Feuerwehr: Im Tierbedarfshandel "Fressnapf" in Hüsten ist in der Nacht zu Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Der Markt bleibt mindestens am Mittwoch geschlossen, wie das Unternehmen erklärte.

Der Rettungsleitstelle in Meschede wurde nach Angaben der Feuerwehr kurz nach 1 Uhr ein Brand mehrerer Holzplatten auf dem Parkplatz des Geschäftes in der Arnsberger Straße gemeldet. Daraufhin wurden der Löschzug Hüsten sowie die Wachen aus Neheim und Arnsberg zum Brandort alarmiert. 

Schon beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Feuer bereits auf die Halle des Tierbefarfshandels überzugreifen drohte, was es schließlich auch tat. "Sofort wurden weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle alarmiert", berichtet die Feuerwehr. 

Von diesen brennenden Paletten griff das Feuer auf das Gebäude über.

Brand bei Fressnapf: Feuerwehr eineinhalb Stunden im Einsatz

Mit mehreren Strahlrohren und einem Löschangriff über die Drehleiter wurde der Brand allerdings schnell gelöscht. "Zeitgleich verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang über den Haupteingang, um auch von hier aus die Brandstelle zu kontrollieren und sämtliche Tiere zu retten", heißt es von der Feuerwehr. Diese wurden einem ebenfalls alarmierten Veterinär übergeben. 

Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz für die meisten Feuerwehrleute beendet. Eine Brandwache blieb noch an der Einsatzstelle. Im Einsatz waren neben den Wachen Neheim und Arnsberg und dem Löschzug Hüsten auch der Löschzug Bruchhausen, die Löschgruppe Niedereimer und die Rettungswache Hagelstein. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Brand bei Fressnapf: Aufräumarbeiten laufen 

Der "Fressnapf"-Markt bleibt nach dem Brand aufgrund der Aufräum- und Ermittlungsarbeiten sowie der Geruchsbelästigung mindestens am Mittwoch "vorsorglich geschlossen", teilte das Unternehmen am Mittwochmittag mit. "Die Marktleitung bittet um das Verständnis der Kundschaft und ist bemüht, so bald wie möglich wieder zu öffnen", heißt es in der Mitteilung.

Von dem Feuer seien nach Unternehmensangaben "Teile des Lagers" angegriffen worden, der Markt selbst sei  nicht betroffen. "Die wichtigste Nachricht: Menschen und Tiere sind bei dem Feuer in der vergangenen Nacht glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Die Tiere im Markt wurden und werden aber vorsorglich von Tierärzten untersucht und versorgt", erklärte ein "Fressnapf"-Sprecher.

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