Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen

Finanzamt Arnsberg informiert: Mehr Netto in der Tasche

Arnsberg. (SK)

Die Städte und Gemeinden haben die Lohnsteuerkarten für das Jahr 2008 verschickt. Jetzt besteht die Möglichkeit, sich beim Finanzamt Freibeträge eintragen zu lassen. "Auch in diesem Jahr sollten alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer prüfen, ob sie durch die Eintragung eines Freibetrages ihre monatliche Steuerbelastung mindern können", sagte Hans-Jürgen Marx Leiter des Finanzamts Arnsberg.Marx wies er auf die Vorteile des "Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens" hin: Dadurch, dass der Arbeitgeber den vom Finanzamt bestätigten Freibetrag bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt, erhöht sich das monatliche Nettoeinkommen. " Arbeitnehmer können so früher über ihr Geld verfügen und müssen nicht mehr bis zum nächsten Jahr warten, um Erstattungsansprüche mit der Steuererklärung geltend zu machen", erklärte Marx weiter.

Ein Freibetrag kann auf der Steuerkarte eingetragen werden, wenn die abziehbaren Aufwendungen (Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen) insgesamt 600 Euro im Jahr übersteigen.

Freibetrag auf Lohnsteuerkarte

Werbungskosten können dabei nur berücksichtigt werden, soweit sie über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 Euro jährlich liegen. Das heißt: Werbungskosten allein führen nur dann zu einem Freibetrag, wenn sie mehr als 1520 Euro betragen. Jeder, der einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lässt, muss für das Kalenderjahr 2008 zwingend eine Steuererklärung abgeben.

Marx wies in diesem Zusammenhang auch auf die bereits 2007 geltende Neuregelung der Pendlerpauschale hin, wonach Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte grundsätzlich erst ab dem 21. Entfernungskilometer steuermindernd berücksichtigt werden können. "Nachdem der Bundesfinanzhof ernsthafte Zweifel an dieser Neuregelung geäußert hat, besteht nunmehr die Möglichkeit, die frühere, ungekürzte Pauschale als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Sofern die Vorschrift allerdings Bestand hat, kommt es zu Nachzahlungen".

Auch sei zu berücksichtigen, dass in vielen Fällen die Aufwendungen bereits durch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag abgedeckt würden, so dass "unterm Strich" ein Freibetrag allein aufgrund der Fahrtkosten häufig nicht möglich sei. Die Formulare für den "Antrag auf Lohnsteuerermäßigung" sowie weitere Informationen in Sachen Pendlerpauschale sind beim Finanzamt oder im Internet unter http://www.fm.nrw.de/go/lst2008 und http://www.fm.nrw.de/go/pendlerpauschale erhältlich.

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